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[Shunryu Suzuki] mashUp


Drin-Sein



... nicht so, wie ich ...

Ein großer Lehrer wurde einmal gefragt: «Machst du - ununterbrochen Anstrengungen, dich in der Wahrheit zu - üben?»
«Ja, das tue ich.»
«Wie übst du dich selber?»
«Wenn ich hungrig bin, esse ich, wenn ich müde bin, schlafe ich.»
«Das tut jeder. Kann man da von jedem sagen, daß er sich übt wie du?»
«Nein.»
«Warum nicht?»
«Weil die andern, wenn sie essen, nicht essen, sondern über die verschiedensten andern Dinge nachdenken und sich dadurch stören lassen; wenn sie schlafen, so schlafen sie nicht, sondern sie träumen von tausend und einem Ding. Darum sind sie nicht so wie ich.»

 Wirsammeln unsere Probleme eines nach dem anderen mit grenzenlosem Verlangen an, und deshalb erfahren wir bodenlose Angst. Wenn wir jedoch wissen, wie wir unseren Geist aufräumen können, dann werden wir nicht so viele Probleme haben.
(Shunryu Suzuki)

Thich Nhat Hanh - Being Peace

Die Sache kommt zuerst, nicht die Regeln.

ln der vollen Lotosstellung legen wir das rechte Bein über das linke Bein und das linke über das rechte. Symbolisch ist die rechte Seite Aktivität, und die linke ist das Gegenteil, Gemütsruhe. Die linke Seite ist Weisheit und die rechte Übung. Und wenn wir unsere Beine überkreuzen, dann wissen wir nicht mehr, was welche Seite ist. Also auch wenn wir zwei Beine haben, haben wir symbolisch doch eine Einheit. Unsere Haltung ist vertikal, ohne daß wir uns nach links oder rechts, vorwärts oder rückwärts lehnen. Dies ist ein Ausdruck des vollkommenen Verständnisses der Lehre, die jenseits von Dualität ist.
Gebote sind keine Regeln, die jemand aufgestellt hat. Unser Leben der Ausdruck unserer wahren Natur, und deshalb wird der Buddha sagen, das ist nicht der Weg, wenn etwas mit diesem Ausdruck nicht stimmt. Dann haben wir Gebote. Das tatsächliche Geschehen oder die Sache kommt zuerst, nicht die Regeln. So ist es also die Natur der Gebote, daß wir die Gelegenheit haben, unsere Gebote zu wählen, in du in eine Richtung gehst, wirst du diese Gebote haben; und in du eine andere Richtung wählst, dann wirst du andere Gebote en. Ob du in diese oder in jene Richtung gehst, das bleibt dir überlassen. Auf jeden Fall wirst du einige Gebote haben. Anfangs solltet ihr euch auf euren Meister verlassen. Dies ist der beste Weg, und ihr beginnt damit, daß ihr die verbietenden Gebote, die Verbote, befolgt. Wenn ihr dann mit unserem Weg vertrauter werdet, gelangt ihr zu einer positiveren Einhaltung der Gebote.
(Shunryu Suzuki: Seid wie reine Seide und scharfer Stahl.)

Shikatanza



Jeden Tag studieren Priester
ganz genau den Dharma
und singen endlos die schwierigen Sutren.
Doch zuvor sollten sie erstmal lernen,
Liebesbriefe zu lesen,
die Wind und Regen,
Schnee und Mond schicken. (Ikkyû Sôjun)

Joseph Beuys: Ich denke sowieso mit dem Knie.

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