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[celan] mashUp

ich grab mich dir zu



Eis, Eden

Es ist ein Land Verloren,
da wächst ein Mond im Ried,
und das mit uns erfroren,
es glüht umher und sieht.
Es sieht, denn es hat Augen,
die helle Erden sind.
Die Nacht, die Nacht, die Laugen.
Es sieht, das Augenkind.
Es sieht, es sieht, wir sehen,
ich sehe dich, du siehst.
Das Eis wird auferstehen,
eh sich die Stunde schließt.
(Paul Celan: Eis, Eden)

Du Darfst

Celan: So schwieg auch der Stein, und es war still im Gebirg, wo sie gingen, der und jener.

Celan: Das Gedicht ist einsam. Es ist einsam und unterwegs.

Niemandsrose



Überm Gebirg

Auf dem Stein bin ich gelegen, damals, du weißt, und mein Stock, der hat gesprochen, hat gesprochen zum Stein, und mein Stock, der schweigt jetzt still, und der Stein, sagst du, der kann sprechen, und in meinem Aug, da hängt der Schleier, der bewegliche, da hängen die Schleier, die beweglichen, da hast du den einen gelüpft, und da hängt schon der zweite, und der Stern - denn ja, der steht jetzt überm Gebirg -
(Paul Celan: Gespräch im Gebirg)

Friedrich Nietzsche: Noch lebe ich, noch denke ich: ich muß noch leben, denn ich muß noch denken. Sum, ergo cogito: cogito, ergo sum.

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