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[celan] mashUp

wachsendes Steingrau



Ich habe Bambus geschnitten

ICH HABE BAMBUS GESCHNITTEN:
für dich, mein Sohn.
Ich habe gelebt.
Diese morgen fort-
getragene Hütte, sie
steht.
Ich habe nicht mitgebaut: du
weißt nicht, in was für
Gefäße ich den
Sand um mich her tat, vor Jahren, auf
Geheiß und Gebot. Der deine
kommt aus dem Freien - er bleibt
frei.
Das Rohr, das hier Fuß faßt, morgen
steht es noch immer, wohin dich
die Seele auch hinspielt im Un-
gebundnen.
(Paul Celan: Ich habe Bambus geschnitten)

Todesfuge

Celan: Wir leben unter finsteren Himmeln, und - es gibt wenig Menschen. Darum gibt es wohl auch so wenig Gedichte.

Celan: Ungeschriebenes, zu Sprache verhärtet, legt einen Himmel frei.

Niemandsrose



Spezifische Dunkelheit

Das Gedicht hat, wie der Mensch, keinen zureichenden Grund. Daher seine spezifische Dunkelheit, die in Kauf genommen werden muß, wenn das Gedicht als Gedicht verstanden sein soll. Vielleicht auch: das Gedicht hat seinen Grund in sich selbst; mit diesem Grund ruht es im Grundlosen.
(Paul Celan)

Jean-Luc Godard: Ich versuchte herauszufinden, herauszulösen und wieder zusammenzusetzen.

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