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myArt 141212



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wachsendes Steingrau




Mörder Ich

Es war einmal –
Ein arm menschenKind,
pech schwarz, lebt im Kongo
Diamanten waschen,
Knochenhart Tag und Nacht.
nieMANd hört
Kein Ort
Alles todt.

Drum verläßt es
Vater und Mutter,
arm menschenKind,
Gold graben in Ghana,
tieffinster Tag und Nacht.
nieMANd sieht
Kein Ort
Alles todt.

So zieht es weiter,
allein,
arm menschenKind,
in das Nigerdelta Benzin kochen,
sengendheiß Tag und Nacht.
nieMANd fühlt
Kein Ort
Alles todt.

Sterbliches menschenKind
will doch nur leben.
nieMANd glaubt
Kein Ort. Nirgends, Alles todt.

Mörder Ich.

 

© wRoo 2014

 

Richard Feynman: Ich, ein Universum aus Atomen, ein Atom im All.

 

Atemwege



Die Huldigung einer blinden Bewunderung.

Ich glaube, Heutzutage ist der Künstler ein merkwürdiges Reservoir an para-spirituellen Werten, in absoluter Opposition zum alltäglichen FUNKTIONALISMUS, für den die Wissenschaft die Huldigung einer blinden Bewunderung empfängt. Ich sage blind, weil ich nicht an die höchste Wichtigkeit dieser wissenschaftlichen Lösungen glaube, die nicht einmal die persönlichen Probleme des menschlichen Wesens berührt.
(Marcel Duchamps.)

Der Witz. v. SZ. Latrodectus Mactans Productions.

Publikum als reflexive Besetzung; 35mm x zwei Kameras; variable Länge; schwarzweiß; stumm. Parodie auf Hollis Framptons publikumsspezifische Ereignisse: Zwei Videokameras ( Ikegami EC - 35 ) filmen ein Kino-Publikum und projizieren das entsprechende Raster auf die Leinwand - das sich beim Beobachten beobachtende Publikum kapiert den offenkundigen Witz und verhält sich zunehmend befangen, unbehaglich und ablehnend, was wohl den selbstreflexiven antinarrativen Fluss des Films ausmachen soll. Sperber von Film & Katridge Kultcher befand, das schiere Ärgernis von Incandenzas erstem wirklich kontroversen Projekt läutet dem post-poststrukturalen Film unfreiwillig die Todesglocken. UNAUGFGEZEICHNETES MAGNETVIDEO, DAS NUR IN LICHTSPIELHÄUSERN AUFGEFÜHRT WERDEN KANN, DERZEIT UNVERÖFFENTLICHT.

(David Foster Wallace: Unendlicher Spaß. S.1419.)

Fernando Pessoa: Ich war lange Zeit hindurch ein anderer.

urHeberrecht



Wer Ohren hat zu hören, der höre! (Mt, 13, 9)

Bienengleichnis



Um ein dadaistisches Gedicht zu machen.

Nehmt eine Zeitung.
Nehmt Scheren.
Wählt in dieser Zeitung einen Artikel von der Länge aus, die Ihr Eurem Gedicht
zu geben beabsichtigt.
Schneidet den Artikel aus.
Schneidet dann sorgfaltig jedes Wort dieses Artikels aus und gebt sie in eine Tüte.
Schüttelt leicht.
Nehmt dann einen Schnipsel nach dem anderen heraus.
Schreibt gewissenhaft ab
in der Reihenfolge, in der sie aus der Tüte gekommen sind.
Das Gedicht wird Euch ähneln.
Und damit seid Ihr ein unendlich origineller Schriftsteller mit einer charmanten,
wenn auch von den Leuten unverstandenen Sensibilität.
(Tristan Tsara: Um ein dadaistisches Gedicht zu machen)



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