www.zuschauKunst.de

myArt 141212



180303,...180131,...170312,...161106,...160923,...161106,...160923,...160618,...160515,...160507,...160422,...160227,...151220,...150926,...1500815,...150623,...150515,...150406,...150103,...141212,...141028

Everything is a remix




Mörder Ich

Es war einmal –
Ein arm menschenKind,
pech schwarz, lebt im Kongo
Diamanten waschen,
Knochenhart Tag und Nacht.
nieMANd hört
Kein Ort
Alles todt.

Drum verläßt es
Vater und Mutter,
arm menschenKind,
Gold graben in Ghana,
tieffinster Tag und Nacht.
nieMANd sieht
Kein Ort
Alles todt.

So zieht es weiter,
allein,
arm menschenKind,
in das Nigerdelta Benzin kochen,
sengendheiß Tag und Nacht.
nieMANd fühlt
Kein Ort
Alles todt.

Sterbliches menschenKind
will doch nur leben.
nieMANd glaubt
Kein Ort. Nirgends, Alles todt.

Mörder Ich.

 

© wRoo 2014

 

Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch. (Mt, 10, 8)

 

Atemwege



Beziehungsarbeit.

Godard sucht sie zu leisten für die Künste im 20. Jahrhundert, speziell für das Kino, der Künste jüngstes Kind. Er arbeitet daran, daß dieser Bastard nicht verschwunden sein wird aus dem menschlichen Bewußtsein um das Jahr 2050. Obwohl es jetzt mit dem Kino »irgendwie zu Ende« zu gehen scheint. Durch die Montagen in den Histoire(s) hält er es sowohl am Leben, wie er es auch verändert; die Histoire(s) liefern Geschichte(n) des Kinos, die nicht existierten bisher. Viel mehr als eine Bestandsaufnahme dieser Geschichte ist es Godards Arbeit an seinem Blick auf diese sowie an unserem Blick und am Blick der Kommenden. Wir, im Moment, sind aufgerufen, angestoßen, verführt, den in unseren Körpern und Köpfen gespeicherten Bestand an Filmen und die sie umgebenden Komplexe zu verändern; neu zu sortieren, anders zu ordnen; oder uns (wenigstens) in Verwirrung stürzen zu lassen.
(Klaus Theweleit: Jean-Luc Godard. Histoire(s) de Cinema. S.20)

Die Vollendung des Kunstwerks.

Mich beeindruckt der Gedanke Marcel Duchamps, dass ein Kunstwerk nicht vom Künstler sondern vom Zuhörer und Betrachter vollendet wird. Also kann sich das Werk je Betrachter verändern.
(John Cage: Out of the Cage.)

Fernando Pessoa: Wir leben alle fern und namenlos; verkleidet leben wir als Unbekannte.

eigenPlagiat



Jean-Luc Godard: Ich habe immer versucht, einen historischen Sinn zu vermitteln.

Bringt keine Nachrichten mehr!



Eins ist Noth.

Zuletzt, wenn das Werk vollendet ist, offenbart sich, wie es der Zwang desselben Geschmacks war, der im großen und kleinen herrschte und bildete: ob der Geschmack ein guter oder ein schlechter war, bedeutet weniger, als man denkt – genug, daß es ein Geschmack ist!
(Friedrich Nietzsche: Fröhliche Wissenschaft.)



home wRoo Kontakt & Impressum