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wachsendes Steingrau




Mörder Ich

Es war einmal –
Ein arm menschenKind,
pech schwarz, lebt im Kongo
Diamanten waschen,
Knochenhart Tag und Nacht.
nieMANd hört
Kein Ort
Alles todt.

Drum verläßt es
Vater und Mutter,
arm menschenKind,
Gold graben in Ghana,
tieffinster Tag und Nacht.
nieMANd sieht
Kein Ort
Alles todt.

So zieht es weiter,
allein,
arm menschenKind,
in das Nigerdelta Benzin kochen,
sengendheiß Tag und Nacht.
nieMANd fühlt
Kein Ort
Alles todt.

Sterbliches menschenKind
will doch nur leben.
nieMANd glaubt
Kein Ort. Nirgends, Alles todt.

Mörder Ich.

 

© wRoo 2014

 

Marcel Proust: Das wahre Leben, das endlich entdeckte und aufgeklärte Leben, als folglich einzig wirklich gelebtes Leben, ist die Kunst.

 

Geviert



Dasein des heutigen Menschen.

Wir können nur fragen, ob der heutige Mensch jene Spitze des schärfsten Augenblicks immer schon abgebrochen und umgebogen hat und stumpf macht und stumpf erhält durch die Eiligkeit seines Reagierens, durch die Plötzlichkeit seiner Programme, welche Eiligkeit und Plötzlichkeit er mit oder Entschlossenheit des Augenblicks zusammenwirft. Wir können jene tiefe Langeweile im Dasein des heutigen Menschen nicht feststellen, wir können nur fragen, ob der heutige Mensch nicht gerade in und durch alle seine heutigen Menschlichkeiten jene tiefe Langeweile niederhält, und das heißt, ob er nicht sein Dasein als solches sich verbirgt.
(Martin Heidegger: Die Grundbegriffe der Metaphysik. S.248.)

Montage.

Diesen Aspekt der Montage muss man nämlich verstecken, er ist zu gefährlich. Es heisst, die Dinge zueinander in Beziehung setzen, damit man sie sieht, eine eindeutige Situation. Man muß immer zweimal sehen. Das ist es, was ich mit Montage meine, einfach etwas in Verbindung setzen.
(Jean-Luc Godard: Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos. S.16)

Fernando Pessoa: Es befremdet mich, was alles ich war und wovon ich einsehen muß, daß ich es letztlich nicht bin.

unveröffentlicht



 Paul Celan: Es schweigt der Stock, es schweigt der Stein, und das Schweigen ist kein Schweigen.

Open Source



Verrenkt zu lesen?

Wenn ich Dich recht fasse, Dän : Du meinst also, jeglicher Text wäre doppelsinnig=gestaucht, bawdy=verrenkt, zu lesen? - Jeder?. - / (P) : Du unterschei- : Wiedrum habt ihr Alledrei recht : mit Worten haben wir uns leidlich befreundet. So im Lauf der letzten Jahrhunderttausende. Die ETYMS, denen wir uns nunmehr nähern, täten wir vermutlich ersteinmal gut : symbiotisch halb=selbstständige Fremdwesen zu betrachten. Franziska hat, mit ihrem Wort von den Bakterien, genau das epidemische, das welthaushaltlich=unheimliche getroffen. (Wieso?) : (Arno Schmidt: Zettels Traum)



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