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wozu Dichter




Mörder Ich

Es war einmal –
Ein arm menschenKind,
pech schwarz, lebt im Kongo
Diamanten waschen,
Knochenhart Tag und Nacht.
nieMANd hört
Kein Ort
Alles todt.

Drum verläßt es
Vater und Mutter,
arm menschenKind,
Gold graben in Ghana,
tieffinster Tag und Nacht.
nieMANd sieht
Kein Ort
Alles todt.

So zieht es weiter,
allein,
arm menschenKind,
in das Nigerdelta Benzin kochen,
sengendheiß Tag und Nacht.
nieMANd fühlt
Kein Ort
Alles todt.

Sterbliches menschenKind
will doch nur leben.
nieMANd glaubt
Kein Ort. Nirgends, Alles todt.

Mörder Ich.

 

© wRoo 2014

 

Friedrich Nietzsche: Ihr sollt Dichter eures Lebens sein.

 

eigenPlagiat



Dasein des heutigen Menschen.

Wir können nur fragen, ob der heutige Mensch jene Spitze des schärfsten Augenblicks immer schon abgebrochen und umgebogen hat und stumpf macht und stumpf erhält durch die Eiligkeit seines Reagierens, durch die Plötzlichkeit seiner Programme, welche Eiligkeit und Plötzlichkeit er mit oder Entschlossenheit des Augenblicks zusammenwirft. Wir können jene tiefe Langeweile im Dasein des heutigen Menschen nicht feststellen, wir können nur fragen, ob der heutige Mensch nicht gerade in und durch alle seine heutigen Menschlichkeiten jene tiefe Langeweile niederhält, und das heißt, ob er nicht sein Dasein als solches sich verbirgt.
(Martin Heidegger: Die Grundbegriffe der Metaphysik. S.248.)

Neue Geschichten.

Meine besten Sachen haben nicht eine, sondern mehrere Geschichten, die sich auf bestimmte Weise verknüpfen. Ich mag es, wenn nicht allein das Hauptthema den Roman durchstrahlt, sondern wenn sich noch kleine Nebenthemen entwickeln. Manchmal ist es Abschweifung, die in einer Ecke der Erzählung in ein Drama umschlägt, oder die Wendungen eines längeren Textes verbinden sich zu einer neuen Geschichte.
(Vladimr Nabokov: Eigensingige Ansichten. S. 163.)

Fernando Pessoa: Wir leben alle fern und namenlos; verkleidet leben wir als Unbekannte.

Atemkristall



 Paul Celan: Das Gedicht ist einsam. Es ist einsam und unterwegs.

wozu Dichter



Das Wort, das meinen Mund verlässt.

"Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe. (jes 55, 10f.)



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