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Komposition der Menschheit




Mörder Ich

Es war einmal –
Ein arm menschenKind,
pech schwarz, lebt im Kongo
Diamanten waschen,
Knochenhart Tag und Nacht.
nieMANd hört
Kein Ort
Alles todt.

Drum verläßt es
Vater und Mutter,
arm menschenKind,
Gold graben in Ghana,
tieffinster Tag und Nacht.
nieMANd sieht
Kein Ort
Alles todt.

So zieht es weiter,
allein,
arm menschenKind,
in das Nigerdelta Benzin kochen,
sengendheiß Tag und Nacht.
nieMANd fühlt
Kein Ort
Alles todt.

Sterbliches menschenKind
will doch nur leben.
nieMANd glaubt
Kein Ort. Nirgends, Alles todt.

Mörder Ich.

 

© wRoo 2014

 

Paul Celan: Geh mit der Kunst in deine allereigenste Enge. Und setze dich frei.

 

Sprachbad



Blut und Feuer

Aber Blut ist der schlechteste Zeuge der Wahrheit; Blut vergiftet die reinste Lehre noch zu Wahn und Haß der Herzen.
Und wenn einer durchs Feuer geht für seine Lehre – was beweist dies! Mehr ist's wahrlich, daß aus eignem Brande die eigne Lehre kommt!
(Friedrich Nietzsche Also sprach Zarathustra. Frankfurt a.M. 1982. S. 11)

Wie Kunst entsteht.

Ich habe mich durch mein ganzes Leben genau an diesem Punkt bewegt, wo die Frage entsteht, aus welcher Notwendigkeit heraus, also aus welchen wirklich objektiven Kräftekonstellationen heraus im gesamten Kräftekontext von Mensch und Welt läßt sich überhaupt begründen, daß so etwas entsteht wie Kunst.
(Joseph Beuys: Werkstattgespräch mit Joseph Beuys. Stuttgart 2011. S. 13)

 Höderlin: An das Göttliche glauben Die allein, die es selber sind.

ebenBild



Das Wort faßt nicht jedermann, sondern denen es gegeben ist. (Mt, 19, 11)

das Augenkind



Das Wort, das meinen Mund verlässt.

"Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe. (jes 55, 10f.)



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