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gegen-einander-über




Mörder Ich

Es war einmal –
Ein arm menschenKind,
pech schwarz, lebt im Kongo
Diamanten waschen,
Knochenhart Tag und Nacht.
nieMANd hört
Kein Ort
Alles todt.

Drum verläßt es
Vater und Mutter,
arm menschenKind,
Gold graben in Ghana,
tieffinster Tag und Nacht.
nieMANd sieht
Kein Ort
Alles todt.

So zieht es weiter,
allein,
arm menschenKind,
in das Nigerdelta Benzin kochen,
sengendheiß Tag und Nacht.
nieMANd fühlt
Kein Ort
Alles todt.

Sterbliches menschenKind
will doch nur leben.
nieMANd glaubt
Kein Ort. Nirgends, Alles todt.

Mörder Ich.

 

© wRoo 2014

 

Jean-Luc Godard: Ich denke, das könnte ein interessanter Film sein, wenn es ein Zuschauer, kein Filmkritiker, mal fertigbrächte sein Leben als Zuschauer zu erzählen.

 

Atemkristall



Von Fall zu Fall.

Das Leben selbst führt uns nach und nach, von Fall zu Fall, zu der Wahrnehmung, daß alles das, was uns für unser Herz oder für unseren Geist das Allerwichtigste ist, uns nicht durch vernunftmäßige Überlegung zuteil wird, sondern durch andere Mächte.
(Marcel Proust.)

Montage.

Diesen Aspekt der Montage muss man nämlich verstecken, er ist zu gefährlich. Es heisst, die Dinge zueinander in Beziehung setzen, damit man sie sieht, eine eindeutige Situation. Man muß immer zweimal sehen. Das ist es, was ich mit Montage meine, einfach etwas in Verbindung setzen.
(Jean-Luc Godard: Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos. S.16)

Thomas Bernhard: Das Leben ist ein Prozeß, den man verliert, was man auch tut und wer man auch ist.

Stimmung



Friedrich Nietzsche: Der Kampf der Motive – etwas für uns völlig Unsichtbares und Unbewusstes.

Es waren Augenblicke



Der Versuch, den eigenen Eindruck in den Griff zu bekommen.

Anfangs meint man nämlich, man drücke sich aus, und man macht sich nicht klar, daß dem Ausdruck eine gewaltige Bewegung des Eindrucks zugrunde liegt, die nicht von einem selbst ausgeht. Für mich hat meine ganze Arbeit oder mein Vergnügen dabei, im Film zu arbeiten, darin bestanden, daß ich eher versuchte, meinen eigenen Eindruck in den Griff zu bekommen, ihn mir zu erobern - was jedenfalls für mich keine einfache Sache ist.
(Jean-Luc Godard: Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos. S.81)



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