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[Zen] mashUp


Übereinstimmung mit dem Universum



Praxis und die Erfahrung der Wirklichkeit

Im Buddha-Dharma sind die Praxis und die Erfahrung der Wirklichkeit keine zwei unterschiedlichen Dinge. Jetzt zu praktizieren ist das Gleiche wie im Zustand der Erfahrung zu praktizieren, und deshalb ist das Streben eines Anfängers beim Zazen schon das Ganze der Erfahrung des Ursprungs. Daher wird in den uns überlieferten praktischen Anweisungen zur Praxis gelehrt, diese Erfahrung nicht außerhalb der Praxis zu erwarten. Der Grund hierfür mag sein, dass sich diese Erfahrung des Ursprungs unmittelbar in der Praxis selbst offenbart. Weil die Praxis schon Erfahren ist, hat Erfahren kein Ende, und weil Erfahren die Praxis ist, hat die Praxis keinen Anfang.
(Dogen Zenji: Shobogenzo. Bendowa. Ein Gespräch über die Praxis des Zazen.)

Zen strebt danach, das Leben in seiner Lebendigkeit selbst zu erfassen, nicht den Lebensstrom abzustellen und zu betrachten.
(D.T. Suzuki)

Thich Nhat Hanh - Being Love

Die unmittelbare Erfahrung der Wirklichkeit

Intellektuelles Verständnis ist notwendig, aber es wird eure Schulung nicht zur Vollendung bringen. Dies bedeutet nicht, daß man sich nicht um intellektuelles Verständnis kümmern sollte oder daß Erleuchtung etwas völlig anderes ist als intellektuelles Verständnis. Die echte, unmittelbare Erfahrung der Dinge kann intellektuell zum Ausdruck gebracht werden, und diese begriffliche Erklärung mag euch helfen, zu unmittelbarer Erfahrung zu gelangen. Sowohl intellektuelles Verständnis als auch unmittelbare Erfahrung sind notwendig, aber es ist wichtig, den Unterschied zwischen ihnen zu kennen. Manchmal mögt ihr denken, daß etwas eine Erleuchtungserfahrung ist, und es ist doch nur intellektuell. Deshalb müßt ihr einen echten Meister haben, der den Unterschied kennt.
Wenn ihr also den Buddhismus studiert, ist es notwendig, eine starke Uberzeugung zu haben und nicht nur mit eurem Geist, sondern auch, mit eurem Körper zu studieren. Wenn ihr zu einer Darlegung kommt, dann wird euch das bloße Dabeisein bei der Darlegung, selbst wenn ihr’ schläfrig seid und nicht zuzuhören vermögt, eine gewisse Erfahrung der Erleuchtung vermitteln. Es wird die Erleuchtung selbst sein.
Zu unmittelbarer Erfahrung wird es kommen, wenn ihr völlig mit eurem Tun eins seid, wenn ihr keinen Gedanken an ein Ich habt. Das könnte geschehen, wenn ihr sitzt, aber es kann auch jederzeit eintreten, wenn euer den Weg suchender Geist so stark ist, daß ihr eure egoistischen Wünsche vergeßt. Wenn ihr etwas mit eurem gesamten Geist und Körper studiert, werdet ihr unmittelbare Erfahrung haben. Wenn ihr glaubt, ihr hättet ein Problem, bedeutet das, daß eure Übung nicht gut genug ist. Wenn eure Übung gut genug ist, dann ist alles, was ihr seid alles, was ihr tut, die unmittelbare Erfahrung der Wirklichkeit. Diesen Punkt solltet ihr nicht vergessen. Gewöhnlich erinnern wir uns nicht an diesen Punkt und fällen ständig irgendwelche Urteile. Wir sagen: »Dies ist richtig, das ist falsch«, »Dies ist vollkommen« und »Das ist nicht vollkommen«. Doch das scheint lächerlich, wenn wir wirklich praktizieren.
(Shunryu Suzuki: Seid wie reine Seide und scharfer Stahl.)

Versenkung



Wenn ihr gehen wollt, will ich euch nicht zurückhalten. Wenn wahres Vertrauen im Herzen erwacht, solltet Ihr Euch schulen und Euch selbst erfahren und erforschen. Sonst ist es besser, für eine Weile zu warten.
(Dogen: Bendowa)

John Cage:Wir müssen unsere Kunst so gebrauchen, daß sie unser Leben ändert - unserem Leben nützt.

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