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[Zen] mashUp


Inmitten der Dinge



Ruft die Wachen!

Nach meinem Tod werden einige meiner Schüler in die Berge und Wälder gehen, andere dem Reiswein und den Frauen frönen. Diejenigen aber, die einer Zuhörerschaft über Zen als moralischen Weg predigen, unterschlagen den wahren Buddhismus und sind Ikkyus Feinde. Sie sollen vom Geist Kashos bestraft werden, weil sie wie Einäugige die Blinden zu führen suchen. Ich habe niemals auch nur einem einzigen Schüler inka erteilt; wenn also jemand sich solcher brüstet, kommt er nicht aus der lkkyu-Schule. Behauptet er gar, den Buddhismus zu verstehen, dann ruft die Wachen! Ich bitte euch inständig, mir so eure Treue zu zeigen.
(Ikkyu Sôjun)

Eins zu sein mit Raum und Zeit bedeutet, so zu leben, als ob du schon tot wärst. Es bedeutet, alles loszulassen.
(Kodo Sawaki)

Thich Nhat Hanh - The Art of Mindful Living - Part 2

Nicht immer so.

»Nicht immer so.« Dies ist das Geheimnis der Lehre. Es mag so sein, aber es ist nicht immer so. Ohne uns in Worte oder Regeln zu verfangen, ohne viele vorgefaßte Meinungen tun wir tatsächlich etwas, und indem wir etwas tun, bringen wir unsere Lehre zur Anwendung.
Starr an etwas festzuhalten, ist Faulheit. Bevor du etwas Schwieriges tust, willst du es verstehen, und so verfängst du dich in Worte. Wenn du mutig genug bist, deine Umwelt zu akzeptieren, ohne zu sagen, was richtig und was falsch ist, dann wird die Lehre, die dir übermittelt wurde, hilfreich sein. Doch wenn du dich in der Lehre verfängst, wirst du ein doppeltes Problem haben - du wirst dich fragen, ob du nun der Lehre folgen oder deinen eigenen Weg gehen sollst. Dieses Problem entsteht, wenn du an der Lehre festhältst. Also solltest du zuerst üben und dann die Lehre zur Anwendung bringen.
Wir üben Zazen wie jemand, der dem Tod nahe ist. Es gibt nichts, worauf wir uns verlassen, nichts, worauf wir uns stützen können. Weil du im Sterben liegst, willst du nichts mehr, also kann dich nichts mehr irreführen.
Die meisten Menschen lassen sich nicht nur von irgend etwas führen, sie werden auch von sich selbst irregeführt, von ihrer Begabung, ihrer Schönheit, ihrem Selbstbewußtsein, ihrer Gesinnung, wir sollten wissen, ob wir uns selbst in die Irre führen oder nicht. Wenn du von etwas anderem irregeführt wirst, dann wird der Schaden nicht so groß sein, doch wenn du dich selbst irreführst, ist das fatal.
(Shunryu Suzuki: Seid wie reine Seide und scharfer Stahl.)

Plötzliche Erleuchtung



 «Wer ist Buddha?» - «Ein Lehmklumpen, mit Gold geziert.»

Martin Heidegger: Fragen ist das Philosophieren in erster Linie, das eigentliche Philosophieren.

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