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[Zen] mashUp


Das Dharma-Tor des Friedens und der Freude



Vom Urgrund des Daseins.

Die menschliche Geburt ist wie ein Feuer; Vater und Mutter sind die Steine und das Kind der Funken, den sie erzeugen. Der Sex zwischen Mann und Frau erzeugt den Funken des Lebens. Das Feuer brennt so lange, bis sein Brennstoff erschöpft ist. Auch die Eltern kommen aus der Leere, dem Ursprung jeder Form, und werden vergehen. Befreit euch von den Formen und kehrt zum Urgrund des Daseins zurück. Aus diesem entsteht das Leben. Doch auch daran sollt ihr nicht festhalten.
(Ikkyu Sôjun)

Niemand kann zurück zu dem, was früher einmal war. Kein Ding erscheint zweimal auf dieselbe Weise. Alles existiert nur einmalig - in diesem Augenblick.
(Kodo Sawaki)

Fünf Wege zum Glück

Ein tiefes Verstehen.

Im allgemeinen nehmen wir an, daß der Satz «A ist A» absolute Gültigkeit besitzt, und daß die Annahme «A ist nichtA» oder «A ist B» unvollziehbar sei. Wir waren nie imstande, diese Denkbedingungen des Verstandes zu durchbrechen; sie waren zu achtunggebietend. Aber nun erklärt Zen, Worte seien Worte und nichts weiter. Wenn die Worte aufhören, mit den Tatsachen übereinzustimmen, ist es Zeit für uns, mit den Worten zu brechen und zu den Tatsachen zurückzukehren.
Wo Logik ihren praktischen Wert besitzt, soll man sie gebrauchen, wo sie aber versagt oder gar versucht, ihre eigenen Grenzen zu überschreiten, da müssen wir ihr Halt gebieten. Von jeher seit dem Erwachen des Bewußtseins haben wir Menschen uns bemüht, die Rätsel des Daseins zu lösen und unseren Durst nach Logik durch den Dualismus von «A und nicht A» zu stillen, und zwar so, daß wir eine Brücke eine Brücke nennen, das Wasser fließend nennen, den Staub von der Erde aufsteigen lassen; aber zu unserer großen Enttäuschung ist es uns auf diesem Wege nie gelungen, den Frieden des Geistes, vollkommenes Glück und ein tiefes Verstehen von Leben und Welt zu erreichen.
(D.T. Suzuki: Die große Befreiung)

Halluzinationen



Der Geist bewegt sich.

Zwei Mönche diskutierten über eine Fahne. Der eine sagte: "Die Fahne bewegt sich." Der andere sagte: "Der Wind bewegt sich." Der sechste Patriarch kam zufällig vorbei. Er sagte zu ihnen: "Nicht der Wind, nicht die Fahne; der Geist bewegt sich."

Karlheinz Stockhausen: Sprung ins Jenseits – pünktlich.

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