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Wolken



Heraklit:Die Menschen wissen nicht, wie das, was verschieden ist, mit sich selbst übereinstimmt. Es ist eine Zusammmensammenstimmung entgegengesetzer Spannungen.

Das Herz der vollkommenen Weisheit Sutra

Avalokitesvara Bodhisattva, in tiefste Weisheit versenkt, erkannte, daß die fünf Skandhas leer sind und verwandelte damit alles Leid und allen Schmerz.
Sariputra! Form ist nichts anderes als Leere, und Leere ist nichts anderes als Form. Form ist identisch mit Leere und Leere ist identisch mit Form. Und so ist es auch mit Empfindung, Wahrnehmung, geistiger Formkraft und Bewußtsein.
Sariputra! Alle Dinge sind in Wahrheit leer. Nichts entsteht und nichts vergeht. Nichts ist unrein, nichts ist rein. Nichts vermehrt sich und nichts verringert sich. Es gibt in der Leere keine Form, keine Empfindung, Wahrnehmung, geistige Formkraft und kein Bewußtsein, keine Augen, Ohren, Nase, Zunge, Körper oder Geist; es gibt nichts zu sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen oder denken, keine Unwissenheit und auch kein Ende der Unwissenheit, kein Altern und keinen Tod, noch deren Aufhebung, kein Leiden und keine Ursache des Leidens, kein Auslöschen und keinen Weg der Erlösung, keine Erkenntnis und auch kein Erreichen. Weil es nichts zu erreichen gibt, leben Bodhisattvas Prajna Paramita und ihr Geist ist unbeschwert und frei von Angst.
Befreit von allen Verwirrungen, allen Träumen und Vorstellungen, verwirklichen sie vollständiges Nirvana.
Alle Buddhas der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft leben Prajna Paramita und erreichen damit die höchste Erleuchtung. Erkenne deshalb, daß Prajna Paramita das große Mantra ist, das strahlende Mantra, das unübertroffene Mantra, das höchste Mantra, das alles Leiden stillt. Dies ist die Wahrheit, die Wahrheit ohne Fehl. deshalb sprich das Prajna.
Paramita Mantra: Gate, gate, paragate, parasamgate, bodhi, svaha!
(Buddha Shakyamuni)

Weder ein Rätsel noch ein Witz

Das Koan ist weder ein Rätsel noch ein Witz. Es verfolgt ein sehr ernstes Ziel, nämlich die Aufrüttelung des Zweifels, den es bis auf die Spitze treibt. Eine Äußerung auf logischer Grundlage ist dem Verstande zugänglich. Was für Zweifel oder Schwierigkeiten sich auch daran knüpfen mögen, sie sind auf dem natürlichen gedanklichen Wege lösbar. Alle Flüsse münden gewiß einmal im Meer, aber das Koan steht wie ein Eisenwall im Wege und widersetzt sich auch den intensivsten intellektuellen Bemühungen.
(D.T. Suzuki: Die große Befreiung)

Cameron Carpenter: Revolutionary Etude

 

Mashup.

"Mash-up, das heißt die Vermischung von Inhalten, die nicht für diese Mischung bestimmt sind. Je weniger die Dinge zusammenpassen, desto besser. Das Prinzip ist aus der bildenden Kunst als Collage, in der Literatur als Cut-up-Technik, im Pop als Bastard-Mix bekannt. Auch im Internet findet seitens der Nutzer ein stetiger Remix, eine ständige Neuinterpretation und Umcodierung von Kunstwerken statt. Anders als bei der Collage vermischt man die Dinge nicht aus innerer Notwendigkeit, sondern lässt sie aus Neugier aufeinanderprallen. Um in der digitalen Mediengesellschaft kreativ zu sein, muss man alles Bestehende miteinander kombinieren dürfen[...]Beim Mash-up ist der Spieltrieb des Künstlers maximal aktiviert. Nach der Kollision untersucht man die Elementarteilchen, die beim Zusammenprall entstehen: Ein Mash-up ist ein ästhetischer Teilchenbeschleuniger. (Kultur im Internet. Barack Obama spricht Schwäbisch. Von Christian Kortmann. DIE ZEIT, 23.04.2009 Nr. 18)

Martin Heidegger: Der Sturm fegt über die Höhe, in der Hütte knarren die Balken, das Leben liegt rein, einfach und groß vor der Seele.

Herzzeit 2.0

Arno Schmidt: Etyms will be Etyms.

Ozean von Möglichkeiten.

Ich sehe keinen Grund dafür, dass die Dinge linear sein sollen. Mir kommt es vor als seien wir in einem Ozean von Möglichkeiten; es ist kein grader Fluss, ich würde es als Flussdelta bezeichnen. Vielleicht haben wir sogar den Fluss verlassen und sind im Ozean.
(John Cage: Out of the Cage.)

ich grab mich dir zu



Das Gedicht verweilt und verhofft.

Dichtung: das kann eine Atemwende bedeuten. Wer weiß, vielleicht legt die Dichtung den Weg - auch den Weg der Kunst - um einer solchen Atemwende willen zurück?
Das Gedicht verweilt oder verhofft – ein auf die Kreatur zu beziehendes Wort – bei solchen Gedanken.
Niemand kann sagen, wie lange die Atempause – das Verhoffen und der Gedanke – noch fortwährt. Das " Geschwinde" , das schon immer "draußen" war, hat an Geschwindigkeit gewonnen; das Gedicht weiß das; aber es hält unentwegt auf jenes "Andere" zu, das es sich als erreichbar, als freizusetzen, als vakant vielleicht, und dabei ihm, dem Gedicht – sagen wir: zugewandt denkt.
Sind diese Wege nun Umwege, Umwege von dir zu dir? Aber es sind ja zugleich auch, unter wie vielen anderen Wegen, Wege, auf denen die Sprache stimmhaft wird, es sind Begegnungen, Wege einer Stimme zu einem wahrnehmenden Du, kreatürliche Wege, Daseinsentwürfe vielleicht. (Paul Celan: Büchner-Preis-Rede.)

Wo immer ihr seid, da ist Erleuchtung. Wenn ihr dort, wo ihr seid, aufrecht steht, ist das Erleuchtung.
(Shunryu Suzuki)

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