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Joseph Beuys: Die Kunst ist etwas Lebendiges unter Umständen auch nur ein fragmentarischer Impuls.

Das Herz der vollkommenen Weisheit Sutra

Avalokitesvara Bodhisattva, in tiefste Weisheit versenkt, erkannte, daß die fünf Skandhas leer sind und verwandelte damit alles Leid und allen Schmerz.
Sariputra! Form ist nichts anderes als Leere, und Leere ist nichts anderes als Form. Form ist identisch mit Leere und Leere ist identisch mit Form. Und so ist es auch mit Empfindung, Wahrnehmung, geistiger Formkraft und Bewußtsein.
Sariputra! Alle Dinge sind in Wahrheit leer. Nichts entsteht und nichts vergeht. Nichts ist unrein, nichts ist rein. Nichts vermehrt sich und nichts verringert sich. Es gibt in der Leere keine Form, keine Empfindung, Wahrnehmung, geistige Formkraft und kein Bewußtsein, keine Augen, Ohren, Nase, Zunge, Körper oder Geist; es gibt nichts zu sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen oder denken, keine Unwissenheit und auch kein Ende der Unwissenheit, kein Altern und keinen Tod, noch deren Aufhebung, kein Leiden und keine Ursache des Leidens, kein Auslöschen und keinen Weg der Erlösung, keine Erkenntnis und auch kein Erreichen. Weil es nichts zu erreichen gibt, leben Bodhisattvas Prajna Paramita und ihr Geist ist unbeschwert und frei von Angst.
Befreit von allen Verwirrungen, allen Träumen und Vorstellungen, verwirklichen sie vollständiges Nirvana.
Alle Buddhas der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft leben Prajna Paramita und erreichen damit die höchste Erleuchtung. Erkenne deshalb, daß Prajna Paramita das große Mantra ist, das strahlende Mantra, das unübertroffene Mantra, das höchste Mantra, das alles Leiden stillt. Dies ist die Wahrheit, die Wahrheit ohne Fehl. deshalb sprich das Prajna.
Paramita Mantra: Gate, gate, paragate, parasamgate, bodhi, svaha!
(Buddha Shakyamuni)

Irgendetwas fehlt da doch noch.

Du willst Geld verdienen, du willst schlemmen, du willst Karriere machen. Das bedeutet es, vom Weg abzukommen. Beim Zen geht es darum, zurückzukehren zu deinem eigentlichen Weg. Besinne dich auf deine eigene Natur! Vondiesem Standpunkt aus wirst du erkennen, dass du nicht aus eigener Kraft geboren wurdest, noch atmest du aus eigener Kraft, und du bist es auch nicht, der dein Herz zum Schlagen bringt. "Ich mach einfach was mir Spaß macht" red keinen Unsinn, die alten Weisen lehren uns, dass das Universum nicht getrennt ist von uns selbst.
Du widmest dich eifrig deinem Studium, weil du ein klares Ziel vor Augen hast. Außerdem motiviert es dich, wenn andere deinen Erfolg sehen.Doch sobald du dein Ziel erreicht hast, überkommt dich wieder die Schwermut. Irgendetwas fehlt da doch noch. Deinem wirklichen Selbst wirst du erst dann begegnen, wenn du aus diesem stinkenden Fleischsack ausbrichst und eins wirst mit dem Universum. Dafür musst du dich erstmal fest auf deinen Arsch setzen. Wenn du dann endlich erkennst, dass du eins bist mit dem Universum und dein tägliches Leben aus dieser konkreten Erfahrung heraus lebst, dann spürst du Freude, dann fühlst du dein Glück.
(Kodo Sawaki: Zen ist die größte Lüge aller Zeiten.)

Cameron Carpenter: Revolutionary Etude

 

Das siebente Siegel 3.

Wenn je ein Hauch zu mir kam vom schöpferischen Hauche und von jener himmlischen Not, die noch Zufälle zwingt, Sternen-Reigen zu tanzen: Wenn ich je mit dem Lachen des schöpferischen Blitzes lachte, dem der lange Donner der Tat grollend, aber gehorsam nachfolgt: Wenn ich je am Göttertisch der Erde mit Göttern Würfel spielte, daß die Erde bebte und brach und Feuerflüsse heraufschnob: –– denn ein Göttertisch ist die Erde, und zitternd von schöpferischen neuen Worten und Götter-Würfen: –o wie sollte ich nicht nach der Ewigkeit brünstig sein und nach dem hochzeitlichen Ring der Ringe – dem Ring der Wiederkunft?
(Friedrich Nietzsche Also sprach Zarathustra. Frankfurt a.M. 1982. S. 233)

Martin Heidegger: Wir suchen die Leergelassenheit durch ein Beschäftigtsein mit etwas zu beseitigen.

Psalm - Ja, ja Nein, nein- ein Koan

Jean-Luc Godard: Ich versuche das Dokumentarische und das Fiktive nicht als Gegensätze zu gebrauchen.

Werk des Zufalls

Unsere täglichen Erlebnisse werfen bald diesem, bald jenem Triebe eine Beute zu, die er gierig erfasst, aber das ganze Kommen und Gehen dieser Ereignisse steht ausser allem vernünftigen Zusammenhang mit den Nahrungsbedürfnissen der gesammten Triebe: sodass immer Zweierlei eintreten wird, das Verhungern und Verkümmern der einen und die Überfütterung der anderen. Jeder Moment unseres Lebens lässt einige Polypenarme unseres Wesens wachsen und einige andere verdorren, je nach der Nahrung, die der Moment in sich oder nicht in sich trägt. Unsere Erfahrungen, wie gesagt, sind alle in diesem Sinne Nahrungsmittel, aber ausgestreut mit blinder Hand, ohne Wissen um den, der hungert, und den, der schon Überfluss hat. Und in Folge dieser zufälligen Ernährung der Theile wird der ganze ausgewachsene Polyp etwas ebenso Zufälliges sein, wie es sein Werden ist
(Friedrich Nietzsche. Die Morgenröte.)

Es waren Augenblicke



Gedichte sind ein Versuch

Gedichte sind ein Versuch, sich mit der Wirklichkeit auseinanderzusetzen, ein Versuch, Wirklichkeit zu gewinnen, Wirklichkeit sichtbar zu machen. Wirklichkeit ist für das Gedicht also keineswegs etwas Feststehendes, Vorgegebenes, sondern etwas in Frage Stehendes. Im Gedicht ereignet sich Wirkliches, trägt Wirklichkeit sich zu. Davon ergibt sich für den Lesenden zunächst die Bedingung, das im Gedicht zur Sprache Kommende nicht auf etwas zurück.zuführen, das außerhalb des Gedichts steht. Das Gedicht selbst ist sich, sofern es ein wirkliches Gedicht ist, der Fragwürdigkeit seines Beginnens wohl bewußt; an ein Gedicht mit unverrückbaren Vorstellungen heranzugehen, bedeutet also zumindest eine Vorwegnahme dessen, was im Gedicht selbst Gegenstand einer - in keiner Weise süffisanten - Suche ist.
(Paul Celan: Brief vom 17.2.1058.)

Ich rede nicht von der Vergangenheit oder Zukunft. Ich rede davon, der Gegenwart fest ins Auge zu schauen.
(Kodo Sawaki)

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