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Kulturflatrate



Jean-Luc Godard: Velazquez hätte am Ende seiner Karriere die Dinge zwischen den Dingen gemalt.

Das Herz der vollkommenen Weisheit Sutra

Avalokitesvara Bodhisattva, in tiefste Weisheit versenkt, erkannte, daß die fünf Skandhas leer sind und verwandelte damit alles Leid und allen Schmerz.
Sariputra! Form ist nichts anderes als Leere, und Leere ist nichts anderes als Form. Form ist identisch mit Leere und Leere ist identisch mit Form. Und so ist es auch mit Empfindung, Wahrnehmung, geistiger Formkraft und Bewußtsein.
Sariputra! Alle Dinge sind in Wahrheit leer. Nichts entsteht und nichts vergeht. Nichts ist unrein, nichts ist rein. Nichts vermehrt sich und nichts verringert sich. Es gibt in der Leere keine Form, keine Empfindung, Wahrnehmung, geistige Formkraft und kein Bewußtsein, keine Augen, Ohren, Nase, Zunge, Körper oder Geist; es gibt nichts zu sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen oder denken, keine Unwissenheit und auch kein Ende der Unwissenheit, kein Altern und keinen Tod, noch deren Aufhebung, kein Leiden und keine Ursache des Leidens, kein Auslöschen und keinen Weg der Erlösung, keine Erkenntnis und auch kein Erreichen. Weil es nichts zu erreichen gibt, leben Bodhisattvas Prajna Paramita und ihr Geist ist unbeschwert und frei von Angst.
Befreit von allen Verwirrungen, allen Träumen und Vorstellungen, verwirklichen sie vollständiges Nirvana.
Alle Buddhas der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft leben Prajna Paramita und erreichen damit die höchste Erleuchtung. Erkenne deshalb, daß Prajna Paramita das große Mantra ist, das strahlende Mantra, das unübertroffene Mantra, das höchste Mantra, das alles Leiden stillt. Dies ist die Wahrheit, die Wahrheit ohne Fehl. deshalb sprich das Prajna.
Paramita Mantra: Gate, gate, paragate, parasamgate, bodhi, svaha!
(Buddha Shakyamuni)

Was ist dann der Geist?

Frage: «Sind Worte der Geist selbst?»
Antwort: «Nein, Worte sind äußere Bedingungen, sie sind nicht der Geist.»
Fr.: «Wenn außerhalb der äußeren Bedingungen, wo ist dann der Geist zu suchen?»
A.: «Es gibt keinen Geist unabhängig von Worten.»
(Das bedeutet, der Geist liegt wohl in den Worten, ist aber nicht dasselbe wie sie.)
Fr.: «Gibt es keinen Geist, der unabhängig von Worten ist, was ist dann der Geist?»
A.: «Der Geist ist gestaltlos und bildlos. In Wahrheit ist der Geist weder unabhängig noch abhängig von Worten. Er ist ewig heiter und frei in seinem Wirken. Der Patriarch sagt: 'Wenn du begreifst, daß der Geist nicht der Geist ist, so verstehst du den Geist und seine Werke.'»

Cameron Carpenter

 

Ozean von Möglichkeiten.

Ich sehe keinen Grund dafür, dass die Dinge linear sein sollen. Mir kommt es vor als seien wir in einem Ozean von Möglichkeiten; es ist kein grader Fluss, ich würde es als Flussdelta bezeichnen. Vielleicht haben wir sogar den Fluss verlassen und sind im Ozean.
(John Cage: Out of the Cage.)

Fernando Pessoa: Der Onanist ist der einzige, der sich nichts vormacht und sich nicht betrügt.

Psalm - Ja, ja Nein, nein- ein Koan

Paul Celan: Zwei Menschen sind in mir, einer versteht den anderen nicht.

Das Original.

Was wir für ein Original halten, hat mindestens ebenso viel mit dem Prozess der Entstehung und seinem oder seinen Schöfern zu tun wie mit dem Prozess der Rezeption und Einordnung. Die Konstruktion des Originals gelingt also nur, wenn es auch Rezepienten gibt, die es als ein solches wahrnehmen wollen. Ich plädiere deshalb an dieser Stelle dafür, mit der Vorstellung vom objektiven Kunstwerk zu brechen. Originalität, Krativität und vielleicht sogar Genialität entstehen immer im Auge des Betrachters. Es sind Prozesse der Zuschreibung, über die diese Begrifflichkeiten konstruiert werden. Ich halte diese drei Aspekte für zentral, um den Begriff des Originals neu zu verstehen: Dieses ist kein binär zu unterscheidendes solitäres Werk (1), sondern ein in Bezüge und Referenzen verstrickter Prozeess (2), und seine skalierte Originalität beruht immer auf Zuschreibungen und Konstruktionen (3), die man mit ihm verbinden will.

(Dirk von Gehlen: Mashup. Lob der Kopie.)

Massive Volume Reduction



Mit einer großen Freiheit.

Denn woher kommt eigentlich der Rhythmus? Doch aus einer Verpflichtung und weil man diese Verpflichtung innerhalb einer gegebenen Zeit erfüllen muß. Der Rhythmus kommt vom Stil, den man hat, gegenüber der Verpflichtung. Es gibt Leute, die mit viel Stil aus dem Gefängnis ausbrechen. Fidel Castro ist ausgebrochen und dann mit einem gewissen Stil, einem gewissen Rhythmus, einer gewissen Verpflichtung und in einem gegebenen Zeitraum nach Havanna zurückgekommen. Er hat nicht gesagt: Battista hat sechzigtausend Leute, die in den Buchten auf mich warten, also werde ich erst in hundertfünfzig Jahren kommen, wenn mir zweihundertfünfzigtausend Leute zur Verfügung stehen. Es gab da eine Verpflichtung. Das macht den Stil und den Rhythmus. Und das heißt überhaupt nicht, sich zu beugen, im Gegenteil, es heißt, stärker und wendiger zu werden. Und seinen Rhythmus findet man da, wo man es geschafft hat, wendiger zu werden. Und hier zum Beispiel ist es allein aus diesem Grund zu dieser Montage gekommen. Ich finde, daher kommen wirklich die besten Momente des Films. Es sind die Augenblicke, wo etwas mit einer großen Freiheit gemacht wird, wo es eine Verpflichtung gibt und wir ihr mit einer großen Freiheit nachkommen.
(Jean-Luc Godard: Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos. S.30)

 Betrachte ein Dharma ganz genau und eingehend, und du wirst alle Dharmas darin sehen.
(Thich Nhat Hanh: Das Diamantsutra)

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