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myArt150815



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Wissensallmende



die erste Rakete
habe ich verschlafen
die zweite
hat mich geweckt
und die dritte
schlug neben uns ein

Stimme der Angst
Stimme der Trauer
Stimme der Wut
sagt nichts
sagt
nichts


ich bin hier und
es gibt nichts zu sagen
aber der Klang
war anders
heller

wie ein wassergefüllter Ballon zerplatzt
im Extremfall Überreste
Organisches Knochen Skelette auf der Straße war Chaos

stummes Schweigen

einige Nachbarn halfen
andere rannten weg
andere starben
die Kinderaugen
fragten, starrten
und fragen und starren

ihr Atem
giftgestillt
Stimme der Liebe
Stimme der Trauer
Stimme der Wut
sagt nichts sagt nichts

aber leider
alles tot
keine Antwort
schweigen
schweigen
schweigen

Organisches Knochen Skelette
das Rätsel beginnt
jenseits der Lösung
Können Sie mir sagen,
was ich tun soll?

© wRoo 2014


Denn an der Frucht erkennt man den Baum.(Mt, 12, 33)

Thich Nhat Hanh: German Retreat 2014-08-16

Unter Leuten.

Was mich nervös macht ist, dass ich mich unwohl fühle unter Leuten, die sich für das, was ich mache, nicht interessieren und auch gar keinen Grund dazu haben.
(Jean-Luc Godard: Einführung in eine wahre Geschichte des Kions. S.16)

 

Eine Geschichte erzählen.

Mir hat immer Schwierigkeiten bereitet, was man beim Film und generell "eine Geschichte erzählen" nennt, das heisst, um Null Uhr abfahren, einen Anfang machen und am Ende ankommen. Sie sind gezwungen, erst einen Anfang, eine Einleitung zu machen, dann eine Mitte, dann einen Schluss. Mich hat das immer gestört, ich habe es nie geschafft.
Ich bin immer ausgegangen von einer Idee, die nicht von mir war, weil es anders nicht geht. Jedenfalls habe dann einen Plan. Heute versuche ich, von gemachten Bildern auszugehen, vor die und an die man andere dransetzen kann.
(Jean-Luc Godard: Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos. S.64)

Thomas Bernhard: Das Leben ist ein Prozeß, den man verliert, was man auch tut und wer man auch ist.

Zweites leben



 Paul Celan: Wirklichkeit ist nicht, Wirklichkeit will gesucht und gewonnen sein.

Komposition der Menschheit



Die Tiefe eines Werkes.

Die wahren großen Bücher sind nicht die Kinder des hellen Tags, sondern die der Dunkelheit. Und da die Kunst das Leben genau nachbaut, wird um die Wahrheiten, die man im Leben in seinem Innern gespeichert hat, immer eine Atmosphäre von Poesie wehen, die Süße eines Geheimnisses, die nur die Spur des Halbdunkels ist, das wir durchqueren mussten, der Hinweis auf die Tiefe eines Werkes, die mit der Genauigkeit eines Höhenmessers angegeben ist.
(Marcel Proust.)

Joseph Beuys: Es wird also in meinem Sinne das Denken schon als Plastik bezeichnet.

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