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myArt150815



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Everything is a remix



die erste Rakete
habe ich verschlafen
die zweite
hat mich geweckt
und die dritte
schlug neben uns ein

Stimme der Angst
Stimme der Trauer
Stimme der Wut
sagt nichts
sagt
nichts


ich bin hier und
es gibt nichts zu sagen
aber der Klang
war anders
heller

wie ein wassergefüllter Ballon zerplatzt
im Extremfall Überreste
Organisches Knochen Skelette auf der Straße war Chaos

stummes Schweigen

einige Nachbarn halfen
andere rannten weg
andere starben
die Kinderaugen
fragten, starrten
und fragen und starren

ihr Atem
giftgestillt
Stimme der Liebe
Stimme der Trauer
Stimme der Wut
sagt nichts sagt nichts

aber leider
alles tot
keine Antwort
schweigen
schweigen
schweigen

Organisches Knochen Skelette
das Rätsel beginnt
jenseits der Lösung
Können Sie mir sagen,
was ich tun soll?

© wRoo 2014


 George Tabori: Der Zufall regiert die Welt.

Thich Nhat Hanh: German Retreat 2014-08-16

Dionysisch vs. Apollonisch.

Mit dem Wort "dionysisch" ist ausgedrückt: ein Drang zur Einheit, ein Hinausgreifen über Person, Alltag, Gesellschaft, Realität, über den Abgrund des Vergehens: das leidensdlaftlich-schmerzliche Überschwellen in dunklere, vollere, schwebendere Zustände; ein verzücktes Jasagen zum Gesammt-Charakter des Lebens, als dem in allem Wechsel Gleichen, Gleich-Mächtigen, Gleich-Seligen; die grosse pantheistische Mitfreudigkeit und Mitleidigkeit, welche auch die furchtbarsten und fragwürdigsten Eigenschaften des Lebens gutheisst und heiligt; der ewige Wille zur Zeugung, zur Fruchtbarkeit, zur Wiederkehr; das Einheitsgefühl der Nothwendigkeit des Schaffens und Vernichtens.
Mit dem "appolonisch" ist ausgedrückt: der Drang zum, vollkommenen Für-sich-sein, zum typischen "Individuum", zu Allem was vereinfacht, heraushebt, stark, deutlich, unzweideutig, typisch macht: die Freiheit unter dem Gesetz.
An den Antagonismus dieser beiden Natur-Kunstgewalten ist die Fortentwicklung der Kunst ebenso nothwendig geknüpft, als die Fortentwicklung der Menschheit an den Antagonismen der Geschlechter. Die Fülle der Macht und die Mässigung, die höchste Form der Selbstbejahung in einer kühlen, vornehmen, spröden Schönheit: Der Apollonismus des hellenischen Willens.
(Martin Heidegger: Die Grundbegriffe der Metaphysik. S.109f.)

 

Grause Zufälle.

»Wahrlich, meine Freunde, ich wandle unter den Menschen wie unter den Bruchstücken und Gliedmaßen von Menschen!
Dies ist meinem Auge das Fürchterliche, daß ich den Menschen zertrümmert finde und zerstreuet wie über ein Schlacht- und Schlächterfeld hin.
Und flüchtet mein Auge vom Jetzt zum Ehemals: es findet immer das Gleiche: Bruchstücke und Gliedmaßen und grause Zufälle – aber keine Menschen!
(Friedrich Nietzsche Also sprach Zarathustra. Frankfurt a.M. 1982. S. 141f.)


June Paik: TV is Money.

eigenPlagiat



 Paul Celan: In meinem ersten Gedichtband habe ich manchmal noch verklärt - das tue ich nie wieder!

Bringt keine Nachrichten mehr!



Verrenkt zu lesen?

Wenn ich Dich recht fasse, Dän : Du meinst also, jeglicher Text wäre doppelsinnig=gestaucht, bawdy=verrenkt, zu lesen? - Jeder?. - / (P) : Du unterschei- : Wiedrum habt ihr Alledrei recht : mit Worten haben wir uns leidlich befreundet. So im Lauf der letzten Jahrhunderttausende. Die ETYMS, denen wir uns nunmehr nähern, täten wir vermutlich ersteinmal gut : symbiotisch halb=selbstständige Fremdwesen zu betrachten. Franziska hat, mit ihrem Wort von den Bakterien, genau das epidemische, das welthaushaltlich=unheimliche getroffen. (Wieso?) : (Arno Schmidt: Zettels Traum)

John Cage: Ich mache Musik, die nicht nur ich komponiere - sondern auch der Zuhörer.

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