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myArt150815



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ich grab mich dir zu



die erste Rakete
habe ich verschlafen
die zweite
hat mich geweckt
und die dritte
schlug neben uns ein

Stimme der Angst
Stimme der Trauer
Stimme der Wut
sagt nichts
sagt
nichts


ich bin hier und
es gibt nichts zu sagen
aber der Klang
war anders
heller

wie ein wassergefüllter Ballon zerplatzt
im Extremfall Überreste
Organisches Knochen Skelette auf der Straße war Chaos

stummes Schweigen

einige Nachbarn halfen
andere rannten weg
andere starben
die Kinderaugen
fragten, starrten
und fragen und starren

ihr Atem
giftgestillt
Stimme der Liebe
Stimme der Trauer
Stimme der Wut
sagt nichts sagt nichts

aber leider
alles tot
keine Antwort
schweigen
schweigen
schweigen

Organisches Knochen Skelette
das Rätsel beginnt
jenseits der Lösung
Können Sie mir sagen,
was ich tun soll?

© wRoo 2014


Richard Feynman: Ich, ein Universum aus Atomen, ein Atom im All.

Thich Nhat Hanh: German Retreat 2014-08-15

Schlechte Kunst.

Ich möchte ganz einfach sagen, daß Kunst gut, schlecht oder indifferent sein kann, aber daß wir sie, gleich mit welchem Beiwort, Kunst nennen müssen: schlechte Kunst ist immer noch Kunst, wie ein schlechtes Gefühl doch ein Gefühl ist.
(Marcel Duchamps.)

 

Geliebter alter Zauberer.

Ich werde Zeuge eines einzigartigen physiologischen Phänomens: John Slade, wie er die Welt wahrnimmt und sie transformiert, sie herein- und auseinandernimmt, ihre Elemente, noch während er sie speichert, neu zusammenfügt, um zu irgendeinem nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt ein organisches Wunder hervorzubringen, eine Fusion von Bild und Musik, eine Verszeile. (...)
Mein grauhaariger Freund, mein geliebter Zauberer, legte einen Packen Karteikarten in seinen Hut - und schüttelte ein Gedicht daraus hervor.
(Vladimr Nabokov: Fahles Feuer. S. 33.)

Marcel Proust: Die Lüge ist das wichtigste und meistverwendete Werkzeug der Selbsterhaltung.

Herzzeit



Paul Celan: Du - ganz, ganz wirklich. Ich - ganz Wahn.

dem Nichts stehts entgegen



Spezifische Dunkelheit

Das Gedicht hat, wie der Mensch, keinen zureichenden Grund. Daher seine spezifische Dunkelheit, die in Kauf genommen werden muß, wenn das Gedicht als Gedicht verstanden sein soll. Vielleicht auch: das Gedicht hat seinen Grund in sich selbst; mit diesem Grund ruht es im Grundlosen.
(Paul Celan)

Nietzsche: Ich will Dichter meines Lebens sein.

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