www.zuschauKunst.de

myArt150815



180708,...180303,...180131,...170312,...161106,...160923,...161106,...160923,...160618,...160515,...160507,...160422,...160227,...151220,...150926,...150815,...
150623,...150515,...150406,...150103,...141212,...141028

Bringt keine Nachrichten mehr!



die erste Rakete
habe ich verschlafen
die zweite
hat mich geweckt
und die dritte
schlug neben uns ein

Stimme der Angst
Stimme der Trauer
Stimme der Wut
sagt nichts
sagt
nichts


ich bin hier und
es gibt nichts zu sagen
aber der Klang
war anders
heller

wie ein wassergefüllter Ballon zerplatzt
im Extremfall Überreste
Organisches Knochen Skelette auf der Straße war Chaos

stummes Schweigen

einige Nachbarn halfen
andere rannten weg
andere starben
die Kinderaugen
fragten, starrten
und fragen und starren

ihr Atem
giftgestillt
Stimme der Liebe
Stimme der Trauer
Stimme der Wut
sagt nichts sagt nichts

aber leider
alles tot
keine Antwort
schweigen
schweigen
schweigen

Organisches Knochen Skelette
das Rätsel beginnt
jenseits der Lösung
Können Sie mir sagen,
was ich tun soll?

© wRoo 2014


Jean-Luc Godard: Ich hatte keine Bedenken, alles zu vermischen.

Thich Nhat Hanh: German Retreat 2014-08-16

Mt 6, 14f.

Denn so ihr den Menschen ihre Fehler vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben,
Wo ihr aber den Menschen ihre Fehler nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehler auch nicht vergeben.

 

Das theatralische Organon der Natur.

Im Spiel geht das Natürliche spontan über sich selbst hinaus - mit Richtung auf Geist, Darstellungstrieb und Selbstfeier. Das Spiel ist das theatralische Organon der Natur. Der Mensch zeichnet sich lediglich dadurch aus, dass er der Intendant jener aus dem Biologischen heraufsteigenden Spielenergien ist.
Johan Huzinga in: Peter Sloterdijk: Für eine Philosophie des Spiels.

Georg Büchner: Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!

Gegen-Worte



Roland Barthes: Die vielfältige Schrift kann nämlich nur entwirrt, nicht entziffert werden.

gemeinfrei



Hohe Stimmungen.

Mir scheint es, daß die meisten Menschen an hohe Stimmungen überhaupt nicht glauben, es sei denn für Augenblicke, höchstens Viertelstunden, – jene wenigen ausgenommen, welche eine längere Dauer des hohen Gefühls aus Erfahrung kennen. Aber gar der Mensch eines hohen Gefühls, die Verkörperung einer einzigen großen Stimmung sein – das ist bisher nur ein Traum und eine entzückende Möglichkeit gewesen: die Geschichte gibt uns noch kein sicheres Beispiel davon.
(Friedrich Nietzsche: Fröhliche Wissenschaft.)

June Paik: When to perfect - lieber Gott böse.

home wRoo Kontakt & Impressum