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myArt150815



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Schöpfungshöhe



die erste Rakete
habe ich verschlafen
die zweite
hat mich geweckt
und die dritte
schlug neben uns ein

Stimme der Angst
Stimme der Trauer
Stimme der Wut
sagt nichts
sagt
nichts


ich bin hier und
es gibt nichts zu sagen
aber der Klang
war anders
heller

wie ein wassergefüllter Ballon zerplatzt
im Extremfall Überreste
Organisches Knochen Skelette auf der Straße war Chaos

stummes Schweigen

einige Nachbarn halfen
andere rannten weg
andere starben
die Kinderaugen
fragten, starrten
und fragen und starren

ihr Atem
giftgestillt
Stimme der Liebe
Stimme der Trauer
Stimme der Wut
sagt nichts sagt nichts

aber leider
alles tot
keine Antwort
schweigen
schweigen
schweigen

Organisches Knochen Skelette
das Rätsel beginnt
jenseits der Lösung
Können Sie mir sagen,
was ich tun soll?

© wRoo 2014


Paul Celan: Das Gedicht ist einsam. Es ist einsam und unterwegs.

Thich Nhat Hanh: German Retreat 2014-08-16

Alles ist daher ein Vergnügen.

Unsere Poesie jetzt
ist die Erkenntnis
daß wir nichts
besitzen
Alles
ist daher
ein Vergnügen
(da wie es ncht be--
sitzen) und
deshalb seinen Ver-
lust nicht fürchten müssen
(John Cage: Silence. S. 9.)

 

Das Buch der Wandlungen.

Die Wandlungen sind ein Buch,
Dem man nicht ferne bleiben darf.
Sein SINN ist stets wechselnd,
Veränderung, Bewegung ohne Rast,
Durchfließend die sechs leeren Plätze;
Sie steigen auf und fallen ohn’ Verharren,
Die Festen und die Weichen wandeln sich.
Man kann sie nicht in eine Regel schließen;
Nur Anderung ist es, was hier wirkt.
(I Ging.)

Karlheinz Stockhausen: Grüß GOTT - mit jedem Atem.

Eine fremde Verlorenheit



Thomas Bernhard: Der Stoff ist nicht der Zweck der Kunst, aber die Ausführung ist es.

dem Nichts stehts entgegen



Hohe Stimmungen.

Mir scheint es, daß die meisten Menschen an hohe Stimmungen überhaupt nicht glauben, es sei denn für Augenblicke, höchstens Viertelstunden, – jene wenigen ausgenommen, welche eine längere Dauer des hohen Gefühls aus Erfahrung kennen. Aber gar der Mensch eines hohen Gefühls, die Verkörperung einer einzigen großen Stimmung sein – das ist bisher nur ein Traum und eine entzückende Möglichkeit gewesen: die Geschichte gibt uns noch kein sicheres Beispiel davon.
(Friedrich Nietzsche: Fröhliche Wissenschaft.)

Novalis: Der Dichter betet denZufall an.

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