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Everything is a remix



Denn an der Frucht erkennt man den Baum.(Mt, 12, 33)

Todesfuge


Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends
wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts
wir trinken und trinken
wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland
dein goldenes Haar Margarete

er schreibt es und tritt vor das Haus und es blitzen die Sterne
er pfeift seine Rüden herbei
er pfeift seine Juden hervor läßt schaufeln ein Grab in der Erde
er befiehlt uns spielt auf nun zum Tanz

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich morgens und mittags wir trinken dich abends
wir trinken und trinken
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland
dein goldenes Haar Margarete
Dein aschenes Haar Sulamith

wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng

Er ruft stecht tiefer ins Erdreich ihr einen ihr andern singet und spielt
er greift nach dem Eisen im Gurt er schwingts seine Augen sind blau
stecht tiefer die Spaten ihr einen ihr anderen spielt weiter zum Tanz auf

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich mittags und morgens wir trinken dich abends
wir trinken und trinken
ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
dein aschenes Haar Sulamith er spielt mit den Schlangen

Er ruft spielt süßer den Tod der Tod ist ein Meister aus Deutschland
er ruft streicht dunkler die Geigen dann steigt ihr als Rauch in die Luft
dann habt ihr ein Grab in den Wolken da liegt man nicht eng

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich mittags der Tod ist ein Meister aus Deutschland
wir trinken dich abends und morgens wir trinken und trinken
der Tod ist ein Meister aus Deutschland sein Auge ist blau
er trifft dich mit bleierner Kugel er trifft dich genau
ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
er hetzt seine Rüden auf uns er schenkt uns ein Grab in der Luft
er spielt mit den Schlangen und träumet der Tod ist ein Meister aus
Deutschland

dein goldenes Haar Margarete
dein aschenes Haar Sulamith
Paul Celan: Todesfuge.

Das Erwachen eines inneren Sinnes

Wir zaudern, wir zweifeln, wir werden unruhig und erregt, weil wir nicht wissen, wie wir diesen scheinbar unübersteiglichen Wall durchbrechen sollen. Wenn dieser Höhepunkt erreicht ist, wirft sich unsere ganze Persönlichkeit, unser ganzer Wille und unsere tiefste Natur, entschlossen einen Ausweg zu suchen, ohne weitere Erwägungen zwischen Selbst und Nichtselbst, zwischen Dies und Das, unmittelbar gegen den Eisenwall des Koan. Dieses Anrennen unseres tiefsten Wesens gegen das Koan öffnet unerwartet einen bisher unerkannten Bezirk des Geistes. Intellektuell bedeutet dies die Überschreitung der Grenzen des logischen Dualismus, aber gleichzeitig ist es eine Wiedergeburt, das Erwachen eines inneren Sinnes, der uns befähigt, in das tatsächliche Zusammenwirken alles Geschehens zu schauen. Zum erstenmal wird der Sinn des Koan klar, und zwar geradeso, wie man weiß, daß Eis kalt und gefroren ist. Das Auge sieht, das Ohr hört, gewiß, aber der Geist als Ganzes besitzt Satori. Zweifellos ist auch das ein Wahrnehmungsvorgang, aber eine Wahrnehmung höchster Ordnung.
(D.T. Suzuki: Die große Befreiung)

Grigory Sokolov - Bach - Goldberg Variations, BWV 988

 

Eine Zusammenstimmung entgegengesetzter Spannungen.

Die Welt, die die gleiche für alle ist, hat keiner unter den Göttern oder Menschen gemacht; sondern sie war immer, ist jetzt und wird immer ein ewiglebendes Feuer sein, in Massen sich entzündend und in Massen erlöschend.
Die Menschen wissen nicht, wie das, was verschieden ist, mit sich selbst übereinstimmt. Es ist eine Zusammenstimmung entgegengesetzter Spannungen, wie die des Bogens und der Lyra.
Paare sind ganze und nicht ganze Dinge, was zusammengezogen und auseinandergezogen ist, das Zusammenklingende und das Mißklingende. Das eine ist aus allen Dingen zusammengefügt, und alle Dinge gehen aus dem einen hervor.
Gott ist Tag und Nacht, Winter und Sommer, Krieg und Frieden, Überfluß und Hunger; aber er nimmt verschiedene Gestalten an.
Es ist das Entgegengesetzte, was gut für uns ist.
(Heraklit)

Marcel Proust: Daß man sich verliert, ist noch nicht schlimm, sondern daß man sich hinterher nicht wieder zurechtfinden kann.

Herzzeit 2.0

Jean-Luc Godard: Ich denke nämlich ganz naiv.

Das siebente Siegel 3.

Wenn je ein Hauch zu mir kam vom schöpferischen Hauche und von jener himmlischen Not, die noch Zufälle zwingt, Sternen-Reigen zu tanzen: Wenn ich je mit dem Lachen des schöpferischen Blitzes lachte, dem der lange Donner der Tat grollend, aber gehorsam nachfolgt: Wenn ich je am Göttertisch der Erde mit Göttern Würfel spielte, daß die Erde bebte und brach und Feuerflüsse heraufschnob: –– denn ein Göttertisch ist die Erde, und zitternd von schöpferischen neuen Worten und Götter-Würfen: –o wie sollte ich nicht nach der Ewigkeit brünstig sein und nach dem hochzeitlichen Ring der Ringe – dem Ring der Wiederkunft?
(Friedrich Nietzsche Also sprach Zarathustra. Frankfurt a.M. 1982. S. 233)

Bienengleichnis



Man muß lieben lernen.

So geht es uns in der Musik: erst muß man eine Figur und Weise überhaupt hören lernen, heraushören, unterscheiden, als ein Leben für sich isolieren und abgrenzen; dann braucht es Mühe und guten Willen, sie zu ertragen, trotz ihrer Fremdheit, Geduld gegen ihren Blick und Ausdruck, Mildherzigkeit gegen das Wunderliche an ihr zu üben –: endlich kommt ein Augenblick, wo[194] wir ihrer gewohnt sind, wo wir sie erwarten, wo wir ahnen, daß sie uns fehlen würde, wenn sie fehlte; und nun wirkt sie ihren Zwang und Zauber fort und fort und endet nicht eher, als bis wir ihre demütigen und entzückten Liebhaber geworden sind, die nichts Besseres von der Welt mehr wollen als sie und wieder sie. – So geht es uns aber nicht nur mit der Musik: gerade so haben wir alle Dinge, die wir jetzt lieben, lieben gelernt. Wir werden schließlich immer für unsern guten Willen, unsere Geduld, Billigkeit, Sanftmütigkeit gegen das Fremde belohnt, indem das Fremde langsam seinen Schleier abwirft und sich als neue unsägliche Schönheit darstellt –: es ist sein Dank für unsre Gastfreundschaft. Auch wer sich selber liebt, wird es auf diesem Wege gelernt haben: es gibt keinen anderen Weg. Auch die Liebe muß man lernen.
(Friedrich Nietzsche: Fröhliche Wissenschaft.)

Das Reich Gottes ist realität - ist im Hier und Jetzt.
(Tich Nah Than)

Was wäre, wenn...

Die Deutsche Bank ist unter Druck – insgeheim arbeitet die Regierung bereits an Rettungsplänen.
Das Projekt ist streng geheim, nur etwa ein halbes Dutzend Spitzenbeamte in Berlin, Frankfurt und Brüssel sind eingeweiht. Sie bereiten sich auf ein Ereignis vor, das die Republik erschüttern würde und das noch vor wenigen Wochen als vollkommen undenkbar galt: eine Schieflage der Deutschen Bank.
An den Finanzmärkten wird inzwischen nicht mehr ausgeschlossen, dass das größte deutsche Kreditinstitut aus eigener Kraft nicht aus der Krise kommt. Zu Wochenbeginn fiel der Kurs der Deutsche-Bank-Aktie auf einen neuen Tiefstand, die ersten Spekulanten wetten bereits auf den Niedergang des Geldhauses. Recherchen der ZEIT ergeben: In der Bundesregierung und in den zuständigen Finanzaufsichtsbehörden arbeiten Beamte für den Fall der Fälle allen öffentlichen Dementis zum Trotz bereits an Rettungsplänen für die Bank.
Bislang geht es um Planspiele. Doch sollten sie Realität werden, stünde Angela Merkel ein Jahr vor der Wahl vor einer höchst unangenehmen Entscheidung: Tut sie nichts, risikierte sie eine neue internationale Finanzkrise. Greift die Kanzlerin ein, geschieht unter Umständen das, was in Deutschland eigentlich nie mehr geschehen sollte: Banken werden mit Steuergeldern gerettet.
Die Deutsche Bank gilt in Washington als Wiederholungstäterin
Ob es so weit kommt, hängt auch von einer Frau ab, die Europa nicht zum ersten Mal das Fürchten lehrt: Loretta Lynch. Die amerikanische Justizministerin hat den Korruptionsskandal der Fifa aufgeklärt, die Abgasmanipulationen bei Volkswagen verfolgt und nun der Deutschen Bank wegen krummer Immobiliengeschäfte in den USA eine Strafe in Höhe von 14 Milliarden Dollar angedroht. Die meisten Bankanalysten sind sich einig: Falls die volle Summe fällig wird, ist die Deutsche Bank in akuter Gefahr, zumal das Institut in weitere kostspielige Rechtsstreitigkeiten verwickelt ist – und in internationalen Aufsichtsgremien derzeit über strengere Eigenkapitalvorschriften für die Banken verhandelt wird. Dem Vernehmen nach würde sich aus diesen Bestimmungen vor allem für europäische Institute wie die Deutsche Bank ein zusätzlicher Bedarf an Kapital ergeben.
Bankchef John Cryan setzt darauf, dass Lynchs Leute noch mit sich reden lassen. So haben sie es auch in vergleichbaren Fällen gehandhabt. Goldman Sachs etwa musste nur gut fünf Milliarden Dollar bezahlen, deutlich weniger als ursprünglich avisiert. Aber die Deutsche Bank gilt als Wiederholungstäterin – und in den USA ist Wahlkampf. Das macht die Sache nicht unbedingt einfacher.
Am Wochenende berichtete der Focus sogar, Cryan habe Merkel um Unterstützung in der Auseinandersetzung mit den Amerikanern gebeten. Die Wahrheit ist wohl: Selbst wenn sie helfen wollte, könnte die Kanzlerin im Moment nur wenig tun. Eine offensive Schützenhilfe aus Berlin würde von den amerikanischen Behörden als unzulässige Einflussnahme gewertet werden und könnte sich nicht mildernd, sondern verschärfend auf das Strafmaß auswirken, heißt es in deutschen Regierungskreisen.
So ist fraglich, ob Lynch der Deutschen Bank so weit entgegenkommt, dass Cryan den Betrag ohne fremde Hilfe begleichen kann. Insgesamt hat das Institut für Rechtsstreitigkeiten knapp sechs Milliarden Euro zurückgelegt. Davon ist aber ein Teil schon für andere Strafzahlungen – unter anderem für einen Geldwäscheskandal in Russland – reserviert und steht deshalb nicht zur Verfügung. Nach Einschätzung von Kian Abouhossein, Bankenanalyst bei der Investmentbank J.P. Morgan, könnte schon eine Buße in Höhe von vier Milliarden Dollar die Deutsche Bank überfordern.
In einem solchen Fall müsste sich die Bank über die Ausgabe neuer Aktien frisches Kapital besorgen oder Unternehmensteile verkaufen. Das Problem daran: Die Preise sind auch wegen der zahlreichen Rechtsrisiken im Keller. Die zur Deutschen Bank gehörige Postbank würde bei einem Verkauf derzeit wahrscheinlich niedriger bewertet werden, als sie in den Büchern der Deutschen steht. Deshalb würde sich ein solcher Deal für das Frankfurter Institut nicht lohnen. Und das Interesse der Investoren, der Deutschen Bank Kapital zur Verfügung zu stellen, dürfte sich in Grenzen halten, wenn dieses Kapital für Strafzahlungen verfeuert wird.
Das Horrorszenario der Bundesregierung sieht so aus: Die Amerikaner bleiben hart, und der Deutschen Bank gelingt es nicht, rechtzeitig genug Kapital aufzutreiben. Wenn dann Investoren ihr Geld abziehen und Kunden ihre Konten plündern, könnte die Lage schnell eskalieren. Das Bilanzvolumen der Deutschen Bank beläuft sich auf die Hälfte der gesamten jährlichen Wirtschaftsleistung Deutschlands, und nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds ist das Institut wegen seiner engen Vernetzung mit anderen Finanzfirmen weltweit das Haus mit der größten "systemischen Bedeutung". Das bedeutet: Wenn etwas schiefgeht, dann richtig.
Der Rettungsplan sieht für den Fall einer solchen Eskalation zwei Stufen vor. In einer ersten Stufe würde versucht, eine private Auffanglösung zu organisieren. Dabei würde die Deutsche Bank Teile ihres Geschäfts verkaufen, und zwar zu einem Preis, der der Bank keine neuen Löcher in die Bilanz reißt. Die Hoffnung der Retter ist, dass sich Interessenten finden lassen, die einen solchen Preis zu zahlen bereit sind, weil sie darauf setzen, dass sich die Anteile mittelfristig als werthaltig erweisen. Im Notfall könnte der Staat die Aktion flankieren, indem er mögliche Verluste mithilfe von Garantieerklärungen übernimmt.
Die meisten deutschen Banken fallen allerdings als Bieter aus, weil sie ebenfalls in einer schlechten Verfassung sind. Die Commerzbank wird voraussichtlich Tausende Stellen streichen, Details will Bankchef Martin Zielke diesen Freitag vorstellen. Infrage kämen Versicherer wie Allianz und Münchner Rück – oder ausländische Unternehmen.
Politisch wäre ein Einstieg des Staates für Angela Merkel ein Desaster
Nur wenn das nicht funktioniert, würde die zweite Stufe in Kraft treten: eine Staatsbeteiligung. In der Diskussion ist dem Vernehmen nach die Übernahme eines Anteils in Höhe von 25 Prozent. Der Vorteil: Die Regierung könnte eine Fusion der Deutschen Bank mit der Commerzbank vorantreiben, die dem Bund bereits zu rund 15 Prozent gehört. Das würde den Branchenprimus ebenfalls stützen, denn die meisten Bankenexperten glauben, dass die deutschen Banken auch deshalb in einem schlechten Zustand sind, weil es zu viele davon gibt.
Bereits im Sommer hatten die beiden Institute ausgelotet, ob eine Verschmelzung funktionieren könnte. Es heißt zwar, dass die Gespräche beendet worden seien, weil beide Häuser zur Genüge mit den jeweils eigenen Problemen beschäftigt seien. In Branchenkreisen aber ist zu hören, dass eine Fusion nach wie vor eine Option sein könne – wenn sich die Situation an den Finanzmärkten beruhigt habe. Dazu passt, dass die Commerzbank ihr Mittelstandsgeschäft neu sortiert – und der Sparte voraussichtlich eine Struktur geben wird, die stark jener der Deutschen Bank ähnelt.
Rechtlich würde sich die Bundesregierung mit einem solchen Eingriff auf ungesichertes Terrain begeben. Eigentlich greift bei einer drohenden Schieflage einer Bank seit Jahresbeginn ein neues europäische Abwicklungsregime. Es sieht vor, dass Gläubiger und notfalls auch Kunden einer Bank an den Kosten einer Sanierung beteiligt werden. Dem Vernehmen nach ist das eine Variante, die von Teilen der Bundesregierung bevorzugt wird, weil dadurch die Steuerzahler geschont würden. Der große Nachteil: Ein solches Vorgehen könnte für erhebliche Unruhe an den Finanzmärkten sorgen und damit am Ende die Kosten für die Allgemeinheit in die Höhe treiben – vor allem, wenn die Zukunft einer Bank von der Größe und Bedeutung der Deutschen Bank auf dem Spiel steht. Es sei fraglich, ob man ausgerechnet an dem Frankfurter Institut ein "Exempel statuieren" sollte, sagt Hans-Peter Burghof, Professor für Bankwirtschaft an der Universität Hohenheim.
Tatsächlich lassen die neuen europäischen Regeln Staatseingriffe ausdrücklich zu, wenn die Stabilität des Finanzsystems auf dem Spiel steht. Für viele Experten wäre das, ökonomisch betrachtet, nicht die schlechteste aller Lösungen. Die Amerikaner haben ihre Banken ebenfalls verstaatlicht, und die Regierung hat ihre Anteile zu einem späteren Zeitpunkt sogar mit Gewinn wieder verkauft.
Für Angela Merkel wäre ein Staatseinstieg bei der Deutschen Bank politisch aber ein Desaster – und wohl auch ein Wahlhilfeprogramm für die AfD. Die Kanzlerin müsste erklären, warum kein Geld für Brücken, Straßen oder Steuersenkungen da ist, aber für die Rettung einer Bank. Noch dazu für die Deutsche Bank, deren früherer Chef Josef Ackermann auf dem Höhepunkt der Finanzkrise gesagt hat, er würde sich "schämen", Staatshilfe anzunehmen – nachdem die Bundesregierung mit einer gewaltigen legislativen Kraftanstrengung einen Hilfsfonds für seine Branche aufgelegt hatte. Wenn der Staat nun doch noch einspringt, könnte Merkel sehr schnell mit der Frage konfrontiert werden, ob es damals nicht besser gewesen wäre, der Deutschen Bank nach dem Vorbild der Amerikaner Staatsgeld aufzuzwingen.
Auch in Europa drohte der Kanzlerin ein Glaubwürdigkeitsverlust. Schließlich hat Deutschland durchgesetzt, dass Staatshilfen für die Banken in der EU nur noch in Ausnahmefällen erlaubt sind. Die italienische Regierung dringt seit Monaten auf eine Lockerung der Vorschriften und würde sich bestätigt sehen, wenn die Deutsche Bank auf Steuergelder angewiesen wäre. "Wenn bei uns der Staat einspringt, dann knallen in Italien die Sektkorken", sagt ein deutscher Finanzaufseher.
So hängt jetzt alles von Loretta Lynch ab – und in Berlin hofft man inständig, dass auch die Amerikaner am Ende Angst vor der eigenen Courage bekommen. Denn klar ist: Eine Bankenkrise in Europa ginge auch an der US-Wirtschaft nicht spurlos vorüber.

Von Mark Schieritz und Arne Storn
DIE ZEIT Nr. 41/2016, 29. September 2016

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