www.zuschauKunst.de

[heidegger] mashUp

Lauter Wörter und kein einziges Wort



Gelassenheit zu den Dingen.

Wir lassen die technischen Gegenstände in unsere tägliche Welt herein und lassen sie zugleich draußen, d.h. auf sich beruhen als Dinge, die nichts Absolues sind, sondern selbst auf Höheres angewiesen bleiben. Ich möchte diese Haltung des gleichzeitigen Ja und Nein zur technischen Welt mit einem alten Wort nennen: die Gelassenheit zu den Dingen.


(Martin Heidegger: Holzwege. S.109.)



Heidegger: Das Höchste, dessen der Mensch mächtig ist, ist das Sagen des Unverborgenen und in eins damit das Handeln, d.h. das Sicheinfügen und Sicheinstellen in das ganze Walten und Schicksal der Welt überhaupt.

Welt-Gegenden



Als der Sprechende ist der Mensch: Mensch

Der Mensch spricht. Wir sprechen im Wachen und im Traum. Wir sprechen stets; auch dann, wenn wir kein Wort verlauten lassen, sondern nur zuhören oder lesen, sogar dann, wenn wir weder eigens zuhören noch lesen, stattdessen einer Arbeit nachgehen oder in der Muße aufgehen. Wir sprechen ständig in irgendeiner Weise. Wir sprechen, weil Sprechen uns natürlich ist.
Es entspringt nicht erst aus einem besonderen Wollen. Man sagt, der Mensch habe die Sprache von Natur. Die Lehre gilt, der Mensch sei im Unterschied zu Pflanze und Tier das sprachfähige Lebewesen. Der Satz meint nicht nur, der Mensch besitze neben anderen Fähigkeiten auch diejenige zu sprechen. Der Satz will sagen, erst die Sprache befähige den Menschen, dasjenige Lebewesen zu sein, das er als Mensch ist. Als der Sprechende ist der Mensch: Mensch.
(Wilhelm von Humboldt in Martin Heidegger: Unterwegs zur Sprache.)

John Cage: Ich mache Musik, die nicht nur ich komponiere - sondern auch der Zuhörer.

home wRoo Kontakt & Impressum