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digitale gesell Schaft



sternenKlang

ein stein der
den andern
zum ziel nahm
stein im geröll

vor dem sternenKlang:
augenHören, ohrenSchauen -
steinAnstein; wie wir
unsere Worte
bilden - kaum hörbar -
der du in Wünschen lebst,

droben im Weltgestänge
fragt ein Mund,
was Plastik sein kann -
sternAnstern; wie wir
unsere Worte
umgestalten - allein verloren -
zum Aufschwung bereit,

vom Stein zum Stern.
Sprachlos
sprechen meine Hände.
schlagAufschlag - wie wir
unsere Worte
formen - trunken -

freudig nahm
der eine
den anderen

sternenKlang

© wRoo 2014

Friedrich Nietzsche: Ich will für mich eine eigene Sonne schaffen.

ebenBild



Die Menschheit im Menschen befreien.

Nach dieser Grundstimmung, fragen heißt aber, nicht die heutigen Menschlichkeiten des Menschen weiterhin rechtfertigen und betreiben, sondern die Menschheit im Menschen befreien, die Menschheit des Menschen, d. h. das Wesen des Menschen befreien, das Dasein in ihm wesentlich werden lassen. Diese Befreiung des Daseins im Menschen heißt nicht, ihn in eine Willkür stellen, sondern dem Menschen das Dasein als seine eigenste Bürde aufladen. Nur wer sich wahrhaft eine Bürde geben kann, ist frei. Fragen nach dieser Grundstimmung - das meint: fragen nach dem, was die Grundstimmung als solche zu fragen gibt.
(Martin Heidegger: Die Grundbegriffe der Metaphysik. S.248.)

Der Leser ist der Raum.

Ein Text ist aus vielfältigen Schriften zusammengesetzt, die verschiedenen Kulturen entstammen und miteinander in Dialog treten, sich parodieren, einander in Frage stellen. Es gibt aber einen Ort, an dem diese Vielfalt zusammentrifft, und dieser Ort ist nicht der Autor (wie man bislang gesagt hat), sondern der Leser. Der Leser ist der Raum, in dem sich alle Zitate, aus denen sich Schrift zusammensetzt, einschreiben, ohne dass ein einziges verloren ginge. Die Einheit eines Textes liegt nicht in seinem Ursprung, sondern in seinem Zielpunkt – wobei dieser Zielpunkt nicht mehr länger als eine Person verstanden werden kann. Der Leser ist ein Mensch ohne Geschichte, ohne Biographie, ohne Psychologie. Er ist nur der Jemand, der in einem einzigen Feld alle Spuren vereinigt, aus denen sich das Geschriebene zusammensetzt.
(Roland Barthes: Der Tod des Autors.)

Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe. (Mt, 6, 34)

Bild zum Warmwerden



Jean-Luc Godard: Wenn man ganz allein ist, muss man sich verdoppeln können.

ein aufrechtes Schweigen



Autoren aller Länder plagiert euch.

Im Grunde sind alle Ideen aus zweiter Hand: bewusst oder unbewusst speisen wir sie aus Millionen äußerer Quellen; und wer sie gespeichert hat, benützt diese Ideen täglich, mit dem zufriedenen Stolz dessen, der in dem Aberglauben lebt, er habe sie selber hervorgebracht.
Deshalb ist es nicht überraschend, dass gerade die ehrgeizigste Kunst von heute es sich zur Aufgabe macht, das Bekannte zu verfremden.
Wir sind von Zeichen umgeben; für uns gilt das Gebot, keines von ihnen zu ignorieren.
(Jonathan Lethem: Autoren aller Länder plagiert euch.)

June Paik: TV is Money.

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