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Read-write-Society



sternenKlang

ein stein der
den andern
zum ziel nahm
stein im geröll

vor dem sternenKlang:
augenHören, ohrenSchauen -
steinAnstein; wie wir
unsere Worte
bilden - kaum hörbar -
der du in Wünschen lebst,

droben im Weltgestänge
fragt ein Mund,
was Plastik sein kann -
sternAnstern; wie wir
unsere Worte
umgestalten - allein verloren -
zum Aufschwung bereit,

vom Stein zum Stern.
Sprachlos
sprechen meine Hände.
schlagAufschlag - wie wir
unsere Worte
formen - trunken -

freudig nahm
der eine
den anderen

sternenKlang

© wRoo 2014

Jean-Luc Godard: Wörter können über Wörter sprechen. Schief wird es erst, wenn Wörter über Bilder sprechen.

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Heimweh - die Grundstimmung des Philosophierens.

Es ergab sich dabei, daß dieses Verlangen, überall zu Hause zu sein,das heißt im Ganzen des Seienden zu existieren, nichts anderes als ein eigentümliches Fragen nach dem ist, was dieses "im Ganzen", das wir Welt nennen, besagt. Was da in diesem Fragen und Suchen, in diesem Hin-und-her geschieht, ist die Endlichkeit des Menschen. Was sich in dieser Verendlichung vollzieht, ist eine letze Vereinsamung des Menschen, in der jeder für sich wie ein Einziger vor dem Ganzen steht. So ergab sich, daß dieses begreifende Fragen am Ende in einer Ergriffenheit gegründet ist, die uns bestimmen muß und aufgrund deren wir erst begreifen können und das zu greifen vermögen, wonach wir fragen. Alle Ergriffenheit wurzelt in einer Stimmung. Am Ende ist das, was Novalis das Heimweh nennt, die Grundstimmung des Philosophierens.
(Martin Heidegger: Die Grundbegriffe der Metaphysik. S.11f.)

Synthetische Fragmente.

"Man muß jetzt viele Punkte gleichzeitig bringen, so daß die Leute in einen Wahlzwang kommen. D.h., sie können vielleicht gar nicht mehr wählen, aber sie müssen schnell entscheiden, was sie sich zuerst aufpacken[...] Es geht glaube ich nur noch mit überschwemmungen. [...]Die Fragmentarisierung eines Vorgangs betont seinen Prozeßcharakter, verhindert das Verschwinden der Produktion im Produkt (Heiner Müller: Der Dramatiker und die Geschichte seiner Zeit)
Die Interpretation ist die Arbeit des Zuschauers [...] Dem Zuschauer darf diese Arbeit nicht abgenommen werden."
(Heiner Müller: Die Form entsteht aus dem Maskieren)

 Elias Canetti: Ich habe es schwer, ich lebe gern.

Gegen-Worte



 Paul Celan: Eine Sprache, je nun, ohne Ich und ohne Du, lauter Er, lauter Es, verstehst du, lauter Sie, und nichts als das.

Tausendkristall



Keine Ähnlichkeit mit dem täglichen Leben.

Das Leben muß erzählt werden, aber so konzentriert, daß es ja keine Ähnlichkeit mit dem täglichen Leben hat, denn das tägliche Leben, das besteht aus Lücken und Löchern, aus ruckweisen Sachen, die mal ganz schnell und mal ganz langsam passieren.
(Jean-Luc Godard: Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos. S.97)

 Paul Celan: Das letzte Wort, das euch ansah, soll jetzt bei sich sein und bleiben.

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