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Pallaksch



sternenKlang

ein stein der
den andern
zum ziel nahm
stein im geröll

vor dem sternenKlang:
augenHören, ohrenSchauen -
steinAnstein; wie wir
unsere Worte
bilden - kaum hörbar -
der du in Wünschen lebst,

droben im Weltgestänge
fragt ein Mund,
was Plastik sein kann -
sternAnstern; wie wir
unsere Worte
umgestalten - allein verloren -
zum Aufschwung bereit,

vom Stein zum Stern.
Sprachlos
sprechen meine Hände.
schlagAufschlag - wie wir
unsere Worte
formen - trunken -

freudig nahm
der eine
den anderen

sternenKlang

© wRoo 2014

Joseph Beuys: Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden, sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen.

Zweites leben



Der Geist, der in ihm steckt.

Denn die Wahrheititen, die die Intelligenz sofort in der Welt des hellen Tages wahrnimmt, sind weniger tief und weniger notwendig als diejenigen, die das Leben uns ohne unser Zutun in einem Eindruck zugespielt hat, einem Eindruck, der zwar materiell ist, weil er durch unsere Sinne gegangen ist, der uns aber ermöglicht, den Geist, der in ihm steckt, freizulegen .
(Marcel Proust.)

Die Kunst vs. der Zufall.

Das Kunstwerk steht vor dem Bewustsein neuzeitlicher Menschen als der endlich gerechtfertigte Zufall. In ihm ist das Nicht-Notwendige nicht nur wirklich, sondern auch in gewisser Weise auch notwendig geworden; das von Gott bei der ersten Schöpfung noch Weggelassene oder Vergessene wird nun kraft der menschlichen Werkmacht nachgeholt; durch kreative Akte wird der Bestand des Seienden selbst vermehrt. Als Urheber von Kunstwerken , Spielen der höchsten Art, ist der Mensch mit dem Nicht-Notwendigen exemplarisch versöhnt. In der Kunst ist das Zufällige quasi heilungsnotwendig geworden.
Peter Sloterdijk: Für eine Philosophie des Spiels.

Martin Heidegger: Zeitvertreib ist ein Zeit antreiende Wegtreiben der Langeweile.

Atemwege



Paul Celan: Zwei Menschen sind in mir, einer versteht den anderen nicht.

gegen-einander-über



Mt 13, 19ff.

»Mit den Ohren werdet ihr hören, und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen, und werdet es nicht verstehen.
Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hülfe.«
Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie hören.

Martin Heidegger: Philosophie hat nur einen Sinn als menschliches Tun.

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