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wozu Dichter



sternenKlang

ein stein der
den andern
zum ziel nahm
stein im geröll

vor dem sternenKlang:
augenHören, ohrenSchauen -
steinAnstein; wie wir
unsere Worte
bilden - kaum hörbar -
der du in Wünschen lebst,

droben im Weltgestänge
fragt ein Mund,
was Plastik sein kann -
sternAnstern; wie wir
unsere Worte
umgestalten - allein verloren -
zum Aufschwung bereit,

vom Stein zum Stern.
Sprachlos
sprechen meine Hände.
schlagAufschlag - wie wir
unsere Worte
formen - trunken -

freudig nahm
der eine
den anderen

sternenKlang

© wRoo 2014

Denn an der Frucht erkennt man den Baum.(Mt, 12, 33)

Gegen-Bilder



Schönheit in plötzlicher Glorie.

Jeder, der je schöpferische Arbeit irgendwelcher Art leistete, hat auch in mehr oder· minder starkem Maße den Geisteszustand erlebt, in dem sich ihm nach langer Arbeit die Wahrheit oder Schönheit in plötzlicher Glorie zeigt oder zu zeigen scheint - mag es sich dabei um eine Geringfügigkeit oder auch um das ganze Universum handeln. Im Augenblick selbst ist diese Erfahrung sehr überzeugend; Zweifel mögen sich später einstellen; im Moment jedoch ist man sich seiner Sache völlig sicher. Ich glaube, die Mehrzahl der besten schöpferischen Leistungen in der Kunst, Wissenschaft, Literatur und Philosophie sind Ergebnisse eines solchen Augenblicks.
(Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes. S 144)

Der grosse Betrug.

Ja, aber an ein Publikum zu denken, bei den meisten ist das der grosse Betrug. Sie sagen: Man muss das Publikum respektieren, man muss ans Publikum denken, man muss daran denken, dass der Film das Publikum nicht langweilt.
Dauernd wird vom Publikum geredet, ich kenne es nicht, ich sehe es nicht,ich weiss nicht, wer das ist.
(Jean-Luc Godard: Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos. S.81)

Joseph Beuys: Wenn der Geist eine Funktion in der Welt hat, dann gibt es ein Vor- und Nachher.

Geviert



Denis Diderot: Ich lese, oder ich unterhalte mich; ich frage, oder ich antworte.

lauter Wörter und kein einziges Wort



Gleichnis.

Jene Denker, in denen alle Sterne sich in kyklischen Bahnen bewegen, sind nicht die tiefsten; wer in sich wie in einen ungeheuren Weltraum hineinsieht und Milchstraßen in sich trägt, der weiß auch, wie unregelmäßig alle Milchstraßen sind; sie führen bis ins Chaos und Labyrinth des Daseins hinein.
(Friedrich Nietzsche: Fröhliche Wissenschaft.)

Martin Heidegger: Philosophie ist das Gegenteil von Beruhigung und Versicherung. Sie ist der Wirbel, in den der Mensch hineingewirbelt wird, um so allein ohne Phantastik das Dasein zu begreifen.

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