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sternenKlang

ein stein der
den andern
zum ziel nahm
stein im geröll

vor dem sternenKlang:
augenHören, ohrenSchauen -
steinAnstein; wie wir
unsere Worte
bilden - kaum hörbar -
der du in Wünschen lebst,

droben im Weltgestänge
fragt ein Mund,
was Plastik sein kann -
sternAnstern; wie wir
unsere Worte
umgestalten - allein verloren -
zum Aufschwung bereit,

vom Stein zum Stern.
Sprachlos
sprechen meine Hände.
schlagAufschlag - wie wir
unsere Worte
formen - trunken -

freudig nahm
der eine
den anderen

sternenKlang

© wRoo 2014

Heraklit: Alle Dinge entstehen aus dem Einen, und allen Dingen entsteht das Eine.

Herzzeit



Rückkehr in die Jugend.

Wenn ich an solchen Abenden erst spät nach Hause kam, kehrte ich mit Vergnügen in das mir nun nieht mehr feindselig scheinende Zimmer zurück und suehte gern mein Bett auf, das am Tage meiner Ankunft mir wie eine für alle Zeiten unmögliche Lagerstatt vorgekommen war, auf das aber jetzt meine erschlafften Glieder gerne niedersanken; nacheinander versuchten Schenkel, Hüften und Schultern sich fest in alle Stellen der Bettücher einzuschmiegen, die die Matratze umhüllten, als wolle meine Müdigkeit einem Bildhauer gleich einen genauen Abguß des menschlichen Körpers nehmen, Doch ich fand keinen Schlaf, ich fühlte den Morgen noch nahen; die Ruhe der guten Gesundheit war nicht mehr in mir, und in meinem Zustand der Überreizung schien mir auch, ich werde sie nie mehr finden. Im hätte lange schlafen müssen, um sie zurückzuerlangen. Hätte ich aber auch einschlummern können, wäre ich doch zwei Stunden später durch das Symphoniekonzert geweckt worden. Plötzlich schlief ich ein, ich fiel in jenen tiefen Schlaf, in dem sich für uns eine Rückkehr in die Jugend vollzieht, ein erneuter Ablauf der vergangenen Jahre, der Gefühle, die uns abhanden gekommen sind, eine Entstofflichung und Wanderung der Seelen, ein Wiederersmeinen der Toten, wahnhafte Täuschungen, ein Zurücktauchen in die elementarsten Reiche der Natur.
(Marcel Proust.)

Ein schwirrender Bienenschwarm.

"Schließlich besteht das menschliche Gehirn aus 100 Milliarden Neuronen und annähernd einer Billiarde Synapsen [...] Jede Nervenzelle ist einzigartig, und ein und dasselbe Signal wird von tausend Nervenzellen auf tausend unterschiedliche Arten verarbeitet. Doch zugleich respektieren sich die Neuronen vollständig und gleichen permanent ihre Interpretationen miteinander ab – ganz anders als eine menschliche Gesellschaft, in der einer sagt, er habe recht und alle anderen unrecht [...] Anders als in einem Computer werden im Gehirn Informationen multidimensional, nichtlinear und in permanenter Rückkopplung ausgetauscht. Es gleiche einem schwirrenden Bienenschwarm, der ständig seine Form, Zusammensetzung und Arbeitsverteilung ändere"
(Henry Makram: Die Demokratie der Neuronen.)

Fernando Pessoa: Ich bin sehr gesellig auf eine äußerst negative Weise.

Blute, du liebes Herz



Joseph Beuys: Wir müssen die Formen des Denkens, also die inneren Formen des Denkens, als die Voraussetzungen für alle weiteren Verkörperungen ansehen.

Wissensallmende



Kunst als Prozess

Es handelt sich nicht mehr um einen abgeschlossenen Gegenstand, sondern um eine permante Entwicklung, es geht um einen Prozess. Wir kennen den Künstler als solchen, der einen Raum besetzt. Der Akzent könnte aber auch darauf liegen, das der Künstler durch sein Schaffen einen Raum öffnet, den man nutzen kann.
(Anäis Hostettler: Der Mythos vom Original bröckelt.)

 John Cage: Alles was notwendig st, ist ein leerer Zeitraum, um ihn auf seine eigene magnetische Weise wirken zu lassen.

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