www.zuschauKunst.de

myArt150130



161106,...160923,...160618,...160515,...160507,...160422,...160227,...151220,...150926,...1500815,...150623,...150515,...150406,...150103,...141212,...141028

Dichten ist Maß-Nahme



sternenKlang

ein stein der
den andern
zum ziel nahm
stein im geröll

vor dem sternenKlang:
augenHören, ohrenSchauen -
steinAnstein; wie wir
unsere Worte
bilden - kaum hörbar -
der du in Wünschen lebst,

droben im Weltgestänge
fragt ein Mund,
was Plastik sein kann -
sternAnstern; wie wir
unsere Worte
umgestalten - allein verloren -
zum Aufschwung bereit,

vom Stein zum Stern.
Sprachlos
sprechen meine Hände.
schlagAufschlag - wie wir
unsere Worte
formen - trunken -

freudig nahm
der eine
den anderen

sternenKlang

© wRoo 2014

Heraklit:Das eine ist aus allen Dingen zusammengefügt, und alle Dinge gehen aus dem einen hervor.

Atemwende



Schlechte Schauspieler.

Einige von ihnen wollen, aber die meisten werden nur gewollt.
Einige von ihnen sind echt, aber die meisten sind schlechte Schauspieler.
Es gibt Schauspieler wider Wissen unter ihnen und Schauspieler wider Willen –, die Echten sind immer selten, sonderlich die echten Schauspieler.
(Friedrich Nietzsche Also sprach Zarathustra. Frankfurt a.M. 1982. S. 169)


Die Kunst vs. der Zufall.

Das Kunstwerk steht vor dem Bewustsein neuzeitlicher Menschen als der endlich gerechtfertigte Zufall. In ihm ist das Nicht-Notwendige nicht nur wirklich, sondern auch in gewisser Weise auch notwendig geworden; das von Gott bei der ersten Schöpfung noch Weggelassene oder Vergessene wird nun kraft der menschlichen Werkmacht nachgeholt; durch kreative Akte wird der Bestand des Seienden selbst vermehrt. Als Urheber von Kunstwerken , Spielen der höchsten Art, ist der Mensch mit dem Nicht-Notwendigen exemplarisch versöhnt. In der Kunst ist das Zufällige quasi heilungsnotwendig geworden.
Peter Sloterdijk: Für eine Philosophie des Spiels.

Martin Heidegger: Philosophie ist Heimweh, der Trieb, überall zu Hause zu sein.

Gegen-Bilder



Fernando Pessoa: Wie es Leute gibt, die aus Langeweile arbeiten, schreibe ich zuweilen, weil ich nichts zu sagen habe.

lauter Wörter und kein einziges Wort



Hohe Stimmungen.

Mir scheint es, daß die meisten Menschen an hohe Stimmungen überhaupt nicht glauben, es sei denn für Augenblicke, höchstens Viertelstunden, – jene wenigen ausgenommen, welche eine längere Dauer des hohen Gefühls aus Erfahrung kennen. Aber gar der Mensch eines hohen Gefühls, die Verkörperung einer einzigen großen Stimmung sein – das ist bisher nur ein Traum und eine entzückende Möglichkeit gewesen: die Geschichte gibt uns noch kein sicheres Beispiel davon.
(Friedrich Nietzsche: Fröhliche Wissenschaft.)

Martin Heidegger: Nur ein Gott kann uns helfen.

home wRoo Kontakt & Impressum