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Massive Volume Reduction



sternenKlang

ein stein der
den andern
zum ziel nahm
stein im geröll

vor dem sternenKlang:
augenHören, ohrenSchauen -
steinAnstein; wie wir
unsere Worte
bilden - kaum hörbar -
der du in Wünschen lebst,

droben im Weltgestänge
fragt ein Mund,
was Plastik sein kann -
sternAnstern; wie wir
unsere Worte
umgestalten - allein verloren -
zum Aufschwung bereit,

vom Stein zum Stern.
Sprachlos
sprechen meine Hände.
schlagAufschlag - wie wir
unsere Worte
formen - trunken -

freudig nahm
der eine
den anderen

sternenKlang

© wRoo 2014

John Cage: Ich habe nichts zu sagen, und ich sage es - und das ist Poesie, wie ich sie brauche.

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Der Dummheit Schaden tun.

Gewiß hat der so hartnäckig und überzeugt gepredigte Glaube von der Verwerflichkeit des Egoismus im ganzen dem Egoismus Schaden getan (zugunsten, wie ich hundertmal wiederholen werde, der Herden-lnstinkte!) namentlich dadurch, daß er ihm das gute Gewissen nahm und in ihm die eigentliche Quelle alles Unglücks suchen hieß. »Deine Selbstsucht ist das Unheil deines Lebens« – so klang die Predigt jahrtausendelang: es tat, wie gesagt, der Selbstsucht Schaden und nahm ihr viel Geist, viel Heiterkeit, viel Erfindsamkeit, viel Schönheit; es verdummte und verhäßlichte und vergiftete die Selbstsucht! – Das philosophische Altertum lehrte dagegen eine andere Hauptquelle des Unheils: von Sokrates an wurden die Denker nicht müde zu predigen: »eure Gedankenlosigkeit und Dummheit, euer Dahinleben nach der Regel, eure Unterordnung unter die Meinung des Nachbars ist der Grund, weshalb ihr es so selten zum Glücke bringt – wir Denker sind als Denker die Glücklichsten.«
(Friedrich Nietzsche: Fröhliche Wissenschaft.)

Das Original.

Was wir für ein Original halten, hat mindestens ebenso viel mit dem Prozess der Entstehung und seinem oder seinen Schöfern zu tun wie mit dem Prozess der Rezeption und Einordnung. Die Konstruktion des Originals gelingt also nur, wenn es auch Rezepienten gibt, die es als ein solches wahrnehmen wollen. Ich plädiere deshalb an dieser Stelle dafür, mit der Vorstellung vom objektiven Kunstwerk zu brechen. Originalität, Krativität und vielleicht sogar Genialität entstehen immer im Auge des Betrachters. Es sind Prozesse der Zuschreibung, über die diese Begrifflichkeiten konstruiert werden. Ich halte diese drei Aspekte für zentral, um den Begriff des Originals neu zu verstehen: Dieses ist kein binär zu unterscheidendes solitäres Werk (1), sondern ein in Bezüge und Referenzen verstrickter Prozeess (2), und seine skalierte Originalität beruht immer auf Zuschreibungen und Konstruktionen (3), die man mit ihm verbinden will.

(Dirk von Gehlen: Mashup. Lob der Kopie.)

Joseph Beuys: Wenn der Geist eine Funktion in der Welt hat, dann gibt es ein Vor- und Nachher.

Klon



Jean-Luc Godard: Die Kinder, wenn sie geboren werden, oder die Alten, wenn sie sterben, die reden nicht, sie sehen etwas.

Bringt keine Nachrichten mehr!



Mit einer großen Freiheit.

Denn woher kommt eigentlich der Rhythmus? Doch aus einer Verpflichtung und weil man diese Verpflichtung innerhalb einer gegebenen Zeit erfüllen muß. Der Rhythmus kommt vom Stil, den man hat, gegenüber der Verpflichtung. Es gibt Leute, die mit viel Stil aus dem Gefängnis ausbrechen. Fidel Castro ist ausgebrochen und dann mit einem gewissen Stil, einem gewissen Rhythmus, einer gewissen Verpflichtung und in einem gegebenen Zeitraum nach Havanna zurückgekommen. Er hat nicht gesagt: Battista hat sechzigtausend Leute, die in den Buchten auf mich warten, also werde ich erst in hundertfünfzig Jahren kommen, wenn mir zweihundertfünfzigtausend Leute zur Verfügung stehen. Es gab da eine Verpflichtung. Das macht den Stil und den Rhythmus. Und das heißt überhaupt nicht, sich zu beugen, im Gegenteil, es heißt, stärker und wendiger zu werden. Und seinen Rhythmus findet man da, wo man es geschafft hat, wendiger zu werden. Und hier zum Beispiel ist es allein aus diesem Grund zu dieser Montage gekommen. Ich finde, daher kommen wirklich die besten Momente des Films. Es sind die Augenblicke, wo etwas mit einer großen Freiheit gemacht wird, wo es eine Verpflichtung gibt und wir ihr mit einer großen Freiheit nachkommen.
(Jean-Luc Godard: Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos. S.30)

Fernando Pessoa: Ich habe Lust, im Inneren meines Kopfes aufzuschreien.

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