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[Fumon Nakagawa] mashUp


Sitzen - nur sitzen



Die Praxis

Selbst wenn in der Stille der Geist und die Außenwelt in diese Erfahrung des Erwachens hineingehen und wieder aus dem Erwachen herauskommen, ist Zazen der Bereich, in dem der Praktizierende sich selbst empfängt und benutzt. Deshalb bewegen Geist und Außenwelt kein Staubkorn und beeinträchtigen keine Form, sondern vollbringen das große und weitreichende Werk Buddhas, und sie haben diese tiefe und wunderbare Wirkung. Überall dort, wo diese Wirkung sich zeigt, strahlen das Gras, die Bäume, die Erde und der Boden in hellem Licht und verkünden für alle Zeiten den tiefen und erhabenen Dharma. Das Gras, die Bäume, die Hecken und die Mauern verkünden ihn allen Wesen, gewöhnlichen und heiligen, und umgekehrt verkünden alle Wesen, gewöhnliche und heilige, ihn dem Gras, den Bäumen, den Hecken und den Mauern. Beim Zazen sind die Welt unserer eigenen Bewusstheit und die der Bewusstheit der Außenwelt ohne Fehl: Beide besitzen schon die Form dieser wirklichen Erfahrung, und wenn sie da ist, erlaubt sie keinen Moment der Nachlässigkeit. Selbst wenn nur ein Mensch einen einzigen Augenblick lang praktiziert, tritt Zazen in die mystische Gemeinsamkeit mit allen Dharmas, durchdringt alle Zeiten und vollendet im grenzenlosen Universum das ewige Werk Buddhas in der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart. Für jeden ist es die gleiche Praxis und die gleiche Erfahrung. Die Praxis beschränkt sich nicht nur auf das Sitzen, sie durchdringt den Raum und hallt wider, ähnlich wie der wunderbare Klang einer Glocke vor und nach dem Anschlagen klingt. Wie könnte sich diese Praxis nur auf diesen Ort beschränken? Alle konkreten Dinge haben diese ursprüngliche Praxis als ihr Ur-Angesicht: Es ist jenseits unseres verstandesmäßigen Begreifens. Denkt daran, dass, selbst wenn die zahllosen Buddhas der zehn Richtungen, unzählig wie die Sandkörner des Ganges, mit all ihrer Kraft und Buddha-Weisheit versuchen wollten, das Verdienst des Zazen eines Menschen zu ermessen, dies nicht einmal annähernd möglich wäre.
(Dogen Zenji: Shobogenzo. Bendowa. Ein Gespräch über die Praxis des Zazen.)

Wir sind niemals allein in dieser Welt.
(Nakagawa Roshi)

Thich Nah Than German Retreat

Erleuchtung praktizieren

Du »hast« diese Erleuchtung nicht, du muß sie praktizieren. Erleuchtung gehört zum Universum, nicht zu dir. So gesehen sind wir alle in der großen Erleuchtung des Universums, sozusagen in der großen Harmonie. Wenn du stolz bist auf »deine« Erleuchtung, dann fällst du aus dieser Harmonie heraus. Vorsichtiger, bewußter sein in den konkreten, feinen Beziehungen zwischen Menschen: das ist »Erleuchtung praktizieren« - genau dort, wo du gerade bist.
(Nakagawa Roshi: Weil wir Menschen sind.)

Mitfühlen





In Wirklichkeit gibt es kein unabhängig existierendes Objekt des Geistes, das höchster, vollkommen erwachter Geist genannt wird.
(Das Diamantsutra)

Friedrich Nietzsche: Ich will für mich eine eigene Sonne schaffen.

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