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[Fumon Nakagawa] mashUp


Inmitten der Dinge



Die Vorstellung, dass ein Selbst, eine Person, ein Lebewesen oder eine Lebensspanne existiere.

Der Buddha sprach zu Subhuti: „Auf diese Weise beherrschen die Bodhisattva-Mahasattvas ihr Denken: ,Wieviele Arten von Lebewesen es auch geben mag - ob aus einem Ei oder einem mütterlichen Schoß geboren, aus Feuchtigkeit entstanden oder aus sich selbst heraus; ob diese Wesen nun Form haben oder keine Form, Wahrnehmungen haben oder keine Wahrnehmungen; oder ob von ihnen nicht gesagt werden kann, ob sie Wahrnehmungen haben oder nicht -, wir müssen all diese Wesen zum endgültigen, vollständigen Nirvana führen, damit sie Befreiung finden können. Und wenn die nicht zu zählende, unermessliche, unendlich große Anzahl der Wesen befreit ist, denken wir nicht, dass auch nur ein einziges Wesen befreit ist.'
Warum ist das so? Wenn, Subhuti, ein Bodhisattva an der Vorstellung festhält, dass ein Selbst, eine Person, ein Lebewesen oder eine Lebensspanne existiere, dann ist er kein echter Bodhisattva."
(Das Diamantsutra)

Geh lieber mit deinen eigenen Füßen selbständig auf deinem Weg.
(Nakagawa Roshi)

Fünf Wege zum Glück

Das Leben selber in seiner ganzen Wirklichkeit

Nichts außer Sitzen - wie erlebe ich da die Zeit?Da ist eine Menge Zeit, wie bei einer Schnecke. Was ich da erlebe, ist ein Ur-Zeitgefühl. Morgens wird es langsam heller und heller; wie ein Urmensch erlebe ich, wie mit dem Sonnenlicht die Welt allmählich aufsteigt. Ich höre den Urvogel schreien, bin selber UrMensch, ein Urwaldmensch. Und schon bald wird es langsam wieder dunkler, die Welt sinkt wieder zurück in die Stille. Auf der anderen Seite aber ist jede Sitz-Periode unendlich lange, wenn vom vielen Sitzen die Schmerzen kommen. Fünf Minuten können dann für mich so lang sein wie sonst zwei Stunden, eine Periode reicht dann von diesem Gefühl her eigentlich schon für eine ganze Woche, für das ganze Sesshin. So intensiv erlebe ich das. Ich möchte das nicht das Erleben der »subjektiven Zeit« nennen, nein: das ist die Wirklichkeit in mir selber. Und das ist erfüllte Wirklichkeit, das Leben ist voll erfüllt, es ist weder lang noch kurz, weder zu wenig noch zu viel. Und da bin ich jederzeit bereit, das Leben loszulassen, gerade weil ich so voll erfüllt bin mit Leben. Und ich bin in jedem Augenblick tief dankbar, voller Freude, und ich spüre Kraft zum Dasein.
Gleichzeitig spüre ich auch, daß das Ende jeden Moment sein könnte, und das nimmt nichts weg von der Freude am Dasein. Dieses Einssein mit der Wirklichkeit - man spürt es am einfachsten bei der Atmung. Ein Atemzug wartet nicht auf den nächsten, jeder einzelne Atemzug ist einmalig, jetzt und vorbei. Im Kann man dem Druck der Zeit entfliehen? Einatmen ist die große Freude zum Dasein, im Ausatmen ist das vollkommene Loslassen, das Abschließen mit allem: Ruhe und Aktivität, absolute Lebensaktivität. Ich möchte es so ausdrücken: In einer solch intensiven Zeiterfahrung - Urzeit habe ich es genannt - erleben wir das Leben selber in seiner ganzen Wirklichkeit. Deshalb möchte ich gerne weiter Zazen praktizieren.
(Nakagawa Roshi: Weil wir Menschen sind.)

Drei Juwelen





Subhuti, du musst wissen, dass die Bedeutung dieses Sutras jenseits von Gedanken und Worten liegt. Und ebenso liegt die Frucht, hervorgebracht durch das Annehmen und Praktizieren dieses Sutras, jenseits von Gedanken und Worten.
(Das Diamantsutra)

Jean-Luc Godard: Ich hatte keine Bedenken, alles zu vermischen.

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