www.zuschauKunst.de

myArt150406



161106,...160923,...160618,...160515,...160507,...160422,...160227,...151220,...150926,...1500815,...150623,...150515,...150406,...150103,...141212,...141028

Kulturflatrate



tote subsTanzen
einer steht
einer liegt
knochen schädel
schädel zähne
tote subsTanzen

tausEnde verletzt
tausEnde tod
hunderte frauen kinder
männer tod alle tod
EineR steht EineR liegt
alle tod

und sie
gruben und gruben
wenn brüder
einAnder töten
sie
graben und graben

er schießt und trifft
und schießt und trifft
knochen schädel zähne
er schneidet und schneidet
aus dem toten leib
organIsches

weiter
und
weiter

herz und leber
leber und herz
und beißt und beißt
und kaut und kaut
und schluckt und ruft
allAH ist groß

und schießt und
schießt und schießt
feind ist feind
tödlicher hass
die spirale dreht
weiter und weiter

der eigentlIche spass
ist doch die lust
anDer kataStrophe
gut schlimm böse
wir sind doch
alle =

unsagbar das sein
un sag bar
ein bild
das uns = sei
wenn brüder
einAnder töten

© wRoo 2014

Thomas Bernhard: Wenn das Publikum keine Alpträume hat, ist ihm sofort langweilig.

Sperrtonnensprache

Die Weile.

Langeweile - die Weile wird lang. Welche Weile? Irgendein Weilchen? Nein, sondern die Weile, derweilen das Dasein als solches ist, die Weile, die ausmißt, welches Verweilen dem Dasein als·solchem beschieden ist, d. h. die Weile, derweilen es inmitten dieses Seienden, in der Auseinandersetzung mit ihm und so mit sich selbst, sein soll. Diese ganze Weile ist es - und doch eine kleine Weile; und so jedes Dasein wieder eine kleine Weile. Diese Weile des Daseins, d. h. seine eigene Zeit, ist dem Dasein zumeist und zunächst verborgen, gleichsam als das, was es einfach verbraucht, oder aber in uneigentlicher Weise sich bewußt macht, wenn es mit dieser Weile rechnet, sie sich vorrechnet, gleich als sei das Dasein selbst ein Geschäft.
(Martin Heidegger: Die Grundbegriffe der Metaphysik. S.228.)

Der grosse Betrug.

Ja, aber an ein Publikum zu denken, bei den meisten ist das der grosse Betrug. Sie sagen: Man muss das Publikum respektieren, man muss ans Publikum denken, man muss daran denken, dass der Film das Publikum nicht langweilt.
Dauernd wird vom Publikum geredet, ich kenne es nicht, ich sehe es nicht,ich weiss nicht, wer das ist.
(Jean-Luc Godard: Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos. S.81)

Friedrich Nietzsche: Wir aber wollen die werden, die wir sind – die Neuen, die Einmaligen, die Unvergleichbaren, die Sich-selber-Ge setzgebenden, die Sich-selber-Schaffenden!

Googleberg



John Cage: Jeder Augenblick ist absolut, lebendig und bedeutsam.

Contentflatrate



Euer Werk. Euer Wille.

Ihr Schaffenden, ihr höheren Menschen! Man ist nur für das eigne Kind schwanger.
Laßt euch nichts vorreden, einreden! Wer ist denn euer Nächster? Und handelt ihr auch »für den Nächsten« – ihr schafft doch nicht für ihn![527]
Verlernt mir doch dies »Für«, ihr Schaffenden: eure Tugend gerade will es, daß ihr kein Ding mit »für« und »um« und »weil« tut. Gegen diese falschen kleinen Worte sollt ihr euer Ohr zukleben.
In eurem Eigennutz, ihr Schaffenden, ist der Schwangeren Vorsicht und Vorsehung! Was niemand noch mit Augen sah, die Frucht: die schirmt und schont und nährt eure ganze Liebe.
Wo eure ganze Liebe ist, bei eurem Kinde, da ist auch eure ganze Tugend! Euer Werk, euer Wille ist euer »Nächster«: laßt euch keine falschen Werte einreden!
(Friedrich Nietzsche Also sprach Zarathustra. Frankfurt a.M. 1982. S. 293)


Franz Müntefering: Im Leben und in der Politik steckt viel Zufall. Wer das weiß, wird bescheiden.

home wRoo Kontakt & Impressum