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gemeinfrei



tote subsTanzen
einer steht
einer liegt
knochen schädel
schädel zähne
tote subsTanzen

tausEnde verletzt
tausEnde tod
hunderte frauen kinder
männer tod alle tod
EineR steht EineR liegt
alle tod

und sie
gruben und gruben
wenn brüder
einAnder töten
sie
graben und graben

er schießt und trifft
und schießt und trifft
knochen schädel zähne
er schneidet und schneidet
aus dem toten leib
organIsches

weiter
und
weiter

herz und leber
leber und herz
und beißt und beißt
und kaut und kaut
und schluckt und ruft
allAH ist groß

und schießt und
schießt und schießt
feind ist feind
tödlicher hass
die spirale dreht
weiter und weiter

der eigentlIche spass
ist doch die lust
anDer kataStrophe
gut schlimm böse
wir sind doch
alle =

unsagbar das sein
un sag bar
ein bild
das uns = sei
wenn brüder
einAnder töten

© wRoo 2014

Joseph Beuys: Alles was Menschen also herausstellen - das sollte auch der neue Kulturbegriffsein - muß wie eine Frage in der Welt stehen, die nach Ergänzung und nach Verbesserung und nach Erhöhung strebt.

Espenbaum

Heimweh - die Grundstimmung des Philosophierens.

Es ergab sich dabei, daß dieses Verlangen, überall zu Hause zu sein,das heißt im Ganzen des Seienden zu existieren, nichts anderes als ein eigentümliches Fragen nach dem ist, was dieses "im Ganzen", das wir Welt nennen, besagt. Was da in diesem Fragen und Suchen, in diesem Hin-und-her geschieht, ist die Endlichkeit des Menschen. Was sich in dieser Verendlichung vollzieht, ist eine letze Vereinsamung des Menschen, in der jeder für sich wie ein Einziger vor dem Ganzen steht. So ergab sich, daß dieses begreifende Fragen am Ende in einer Ergriffenheit gegründet ist, die uns bestimmen muß und aufgrund deren wir erst begreifen können und das zu greifen vermögen, wonach wir fragen. Alle Ergriffenheit wurzelt in einer Stimmung. Am Ende ist das, was Novalis das Heimweh nennt, die Grundstimmung des Philosophierens.
(Martin Heidegger: Die Grundbegriffe der Metaphysik. S.11f.)

Die Idee des solitären Werks.

Alle Werke stehen also nicht nur in einem generellen Sinne in der Zeit, sondern beziehen sich auch direkt oder indirekt auf spezifisch andere Werke. Die Idee des solitären Werks ist nicht nur theoretisch unmöglich, sondern - auch im Hinblick auf herausragende Werke - empirisch nicht haltbar.
(Felix Stadler: Neun Thesen zur Remix-Kultur.)

Marcel Proust: Die Erschaffung der Welt hat nicht ein für allemal stattgefunden [...], sie findet unabwendbar alle Tage wieder statt.

zufällige Doppelschöpfung



Martin Heidegger: Das Stehen in der Lichtung des Seins nenne ich die Ek-stitenz des Menschen. Nur dem Menschen eignet diese Art zu.

Wissensallmende



Die Schreibung ist etwas Lebendiges.

Sie dürfen nicht verkennen, die Orthographie war nicht immer so, wir tendieren viel zu sehr dahin, die als steinerne Gesetzestafeln Mose zu betrachten, es, Orthographie, Schreibung ist ja etwas Lebendiges und nur Duden erst hat diesen steifleinen Ton hineingebracht. Um die Etyms richtig unterbringen zu können, muß die Orthographie flexibel werden.<
Was wir die dudengeregelte Sprache heißen ist eigentlich nur die Sprache des Bewußtseins. Das Unbewußte kennt keine Worte, sondern, es kennt nur (wie ich sie für mich getauft hahe): Etyms.
Jedes Etym faßt, und zwar auf akustischer Basis, eine ganze Anzahl Worte zusammen. Das hat mit der beliebten Wurzel der Philologen ührigens nichts zu tun, denn die Etyms vereinen auch gänzlich divergierende Worte. Es gibt also weniger Etyms, als Worte, Das Unbewußte ist ja dumpfer, als das Beußtsein.
Die ganze Methode läuft insofern gar nicht auf Witze hinaus, als so, am besten, die Meinung sämtlicher Instanzen der Persönlichkeit wiedergegeben werden kann in eine Buchstabenfolge zusammengefaßt. Das Verfahren ist also organisch, berechtigt und gut. -(Arno Schmidt: Über Zettels Traum. S. 35 f.)

 Novalis: Alle Zufälle unseres Lebens sind Materialien, aus denen wir machen können, was wir wollen. Wer viel Geist hat, macht viel aus seinem Leben.

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