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Bienengleichnis



tote subsTanzen
einer steht
einer liegt
knochen schädel
schädel zähne
tote subsTanzen

tausEnde verletzt
tausEnde tod
hunderte frauen kinder
männer tod alle tod
EineR steht EineR liegt
alle tod

und sie
gruben und gruben
wenn brüder
einAnder töten
sie
graben und graben

er schießt und trifft
und schießt und trifft
knochen schädel zähne
er schneidet und schneidet
aus dem toten leib
organIsches

weiter
und
weiter

herz und leber
leber und herz
und beißt und beißt
und kaut und kaut
und schluckt und ruft
allAH ist groß

und schießt und
schießt und schießt
feind ist feind
tödlicher hass
die spirale dreht
weiter und weiter

der eigentlIche spass
ist doch die lust
anDer kataStrophe
gut schlimm böse
wir sind doch
alle =

unsagbar das sein
un sag bar
ein bild
das uns = sei
wenn brüder
einAnder töten

© wRoo 2014

Heraklit:Es ist das Entgegengesetzte, was gut für uns ist.

Engführung

Die härteste Schule des Lebens.

Was die Lektüre des inneren Buches unbekannter Zeichen anbetrifft (hervorgehobene Zeichen, die meine das Unbewusste erforschende Aufmerksamkeit aufsuchte, gegen die es stieß, die es umkreiste, wie ein Taucher, der die Tiefe auslotet), bei dieser Lektüre konnte mir niemand mit keiner Regel zu Hilfe kommen. Diese Lektüre bestand aus einem Schöpfungsakt, bei dem uns niemand vertreten noch mit uns zusammenarbeiten kann. Jederzeit muss der Künstler auf seinen Instinkt horchen, denn die Kunst ist das WirkIichste, die härteste Schule des Lebens, und das wahrhaft Jüngste Gericht. Dieses Buch, von allen das schwierigste zu entziffern, ist auch das einzige, das uns die Wirklichkeit diktiert hat. Die Ideen, die die reine Intelligenz hervorbringt, haben nur eine logische Wahrheit, eine mögliche Wahrheit, ihre Wahl ist willkürlich. Das Buch mit den uneigentlichen Zeichen, die nicht von uns stammen, das ist unser einziges Buch. Von uns selbst kommt nur, was wir dem Dunkel entreißen, was in uns ist und was die anderen nicht kennen.
(Marcel Proust.)

Wie bei einem Experiment

Man müßte ein Stück Film zeigen. Dafür müßte man es zunächst finden, und man müßte auch schon die Suche nach diesem Stück Film zeigen, mengenweise kleine Stücke vorführen und erzählen, wie man sie gefunden hat, Sagen: In der Richtung haben wir gesucht ... , und dann plötzlich, gemeinsam mit Ihnen und vor Ihnen, wie bei einem Experiment, feststellen, daß es das kleine Stück ist, das interessiert, und es dann zu einem anderen in Beziehung setzen und so ein Stück Geschichte daraus machen.
(Jean-Luc Godard: Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos. S.61)

Martin Heidegger: Das Stehen in der Lichtung des Seins nenne ich die Ek-stitenz des Menschen. Nur dem Menschen eignet diese Art zu.

urHeberrecht



John Cage: Jeden Augenblich kann eine Idee daherkommen. Dann können wir uns freuen.

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Der Dichter ist kein Lehrer der Moral.

Der Dichter ist kein Lehrer der Moral, er erfindet und schafft Gestalten, er macht vergangene Zeiten wieder aufleben, und die Leute mögen dann daraus lernen, so gut wie aus dem Studium der Geschichte und der Beobachtung dessen, was im menschlichen Leben um sie herum vorgeht.
(Georg Büchner)

 Paul Celan: Und welche Daten schreiben wir uns zu.

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