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Komposition der Menschheit



tote subsTanzen
einer steht
einer liegt
knochen schädel
schädel zähne
tote subsTanzen

tausEnde verletzt
tausEnde tod
hunderte frauen kinder
männer tod alle tod
EineR steht EineR liegt
alle tod

und sie
gruben und gruben
wenn brüder
einAnder töten
sie
graben und graben

er schießt und trifft
und schießt und trifft
knochen schädel zähne
er schneidet und schneidet
aus dem toten leib
organIsches

weiter
und
weiter

herz und leber
leber und herz
und beißt und beißt
und kaut und kaut
und schluckt und ruft
allAH ist groß

und schießt und
schießt und schießt
feind ist feind
tödlicher hass
die spirale dreht
weiter und weiter

der eigentlIche spass
ist doch die lust
anDer kataStrophe
gut schlimm böse
wir sind doch
alle =

unsagbar das sein
un sag bar
ein bild
das uns = sei
wenn brüder
einAnder töten

© wRoo 2014

Denis Diderot: Wenn Sie nur mich hören, werden Sie mir vorwerfen, es sei ohne Zusammenhang.

Auf Reisen

Die härteste Schule des Lebens.

Was die Lektüre des inneren Buches unbekannter Zeichen anbetrifft (hervorgehobene Zeichen, die meine das Unbewusste erforschende Aufmerksamkeit aufsuchte, gegen die es stieß, die es umkreiste, wie ein Taucher, der die Tiefe auslotet), bei dieser Lektüre konnte mir niemand mit keiner Regel zu Hilfe kommen. Diese Lektüre bestand aus einem Schöpfungsakt, bei dem uns niemand vertreten noch mit uns zusammenarbeiten kann. Jederzeit muss der Künstler auf seinen Instinkt horchen, denn die Kunst ist das WirkIichste, die härteste Schule des Lebens, und das wahrhaft Jüngste Gericht. Dieses Buch, von allen das schwierigste zu entziffern, ist auch das einzige, das uns die Wirklichkeit diktiert hat. Die Ideen, die die reine Intelligenz hervorbringt, haben nur eine logische Wahrheit, eine mögliche Wahrheit, ihre Wahl ist willkürlich. Das Buch mit den uneigentlichen Zeichen, die nicht von uns stammen, das ist unser einziges Buch. Von uns selbst kommt nur, was wir dem Dunkel entreißen, was in uns ist und was die anderen nicht kennen.
(Marcel Proust.)

Der grosse Betrug.

Ja, aber an ein Publikum zu denken, bei den meisten ist das der grosse Betrug. Sie sagen: Man muss das Publikum respektieren, man muss ans Publikum denken, man muss daran denken, dass der Film das Publikum nicht langweilt.
Dauernd wird vom Publikum geredet, ich kenne es nicht, ich sehe es nicht,ich weiss nicht, wer das ist.
(Jean-Luc Godard: Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos. S.81)

Friedrich Nietzsche: Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.

Atemwende



 Paul Celan: Ungeschriebenes, zu Sprache verhärtet, legt einen Himmel frei.

Pallaksch



In verbis herbis et lapidibus.

Ist es sehr schwer, Euch vorzustellen, daß Der Urmensch die Sprache, besonders die Einzel=Worte, gar nicht als seine Werkzeuge, vielmehr als einen ganz verdammten Zauber, in verbis herbis et lapidibus, betrachtet haben könnte? Daß er mit irgndeine Buchstabenverbindung - etwa S=U=S=I : ! - sein Pferd rufen konnte? : und es kam ! - In einer ähnlichen Situation befinden Wir=Uns heut wiederum : die Oberflächen der Worte meistern wir hinreichend=stramm; wie 1 Uhr in Bergmannskapsel : wir ziehen sie uns ausm Bauch - und sie muß (!muß!) uns die Zeit angeben. / (Arno Schmidt: Zettels Traum)

 Paul Celan: Das letzte Wort, das euch ansah, soll jetzt bei sich sein und bleiben.

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