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tote subsTanzen
einer steht
einer liegt
knochen schädel
schädel zähne
tote subsTanzen

tausEnde verletzt
tausEnde tod
hunderte frauen kinder
männer tod alle tod
EineR steht EineR liegt
alle tod

und sie
gruben und gruben
wenn brüder
einAnder töten
sie
graben und graben

er schießt und trifft
und schießt und trifft
knochen schädel zähne
er schneidet und schneidet
aus dem toten leib
organIsches

weiter
und
weiter

herz und leber
leber und herz
und beißt und beißt
und kaut und kaut
und schluckt und ruft
allAH ist groß

und schießt und
schießt und schießt
feind ist feind
tödlicher hass
die spirale dreht
weiter und weiter

der eigentlIche spass
ist doch die lust
anDer kataStrophe
gut schlimm böse
wir sind doch
alle =

unsagbar das sein
un sag bar
ein bild
das uns = sei
wenn brüder
einAnder töten

© wRoo 2014

Thomas Bernhard: Wenn das Publikum keine Alpträume hat, ist ihm sofort langweilig.

Auf Reisen

Das Geheimnis fehlt in unserem Dasein.

Das Ausbleiben der wesenhaften Bedrängnis des Daseins ist die Leere im Ganzen, so daß keiner mit dem anderen und keine Gemeinschaft mit der anderen in der wurzelhaften Einheit eines wesentlichen Handelns steht. Alle und jeder sind wir die Angestellten eines Schlagwortes, Anhänger eines Programms, aber keiner ist der Verwalter der inneren Größe des Daseins und seiner Notwendigkeiten. Diese Leergelassenheit schwingt am Ende in unserem Dasein, deren Leere ist das Ausbleiben einer wesenhaften Bedrängnis. Das Geheimnis fehlt in unserem Dasein, und damit bleibt der innere Schrecken aus, den jedes Geheimnis bei sich trägt und der dem Dasein seine Größe gibt. Das Ausbleiben der Bedrängnis ist das im Grunde Bedrängende und zutiefst Leerlassende, d. h. die im Grunde langweilende Leere. Dieses Ausbleiben der Bedrängnis wird nur scheinbar verdeckt, vielmehr gerade bezeugt durch die Umtriebe des heutigen Dahintreibens. Denn letztlich ist in all dem Organisieren und Programmbilden und Probieren ein allgemeines sattes Behagen in einer Gefahrlosigkeit. Dieses Behagen im Grunde unseres Daseins, trotz all der vielen Nöte, macht es, daß wir glauben, es nicht mehr nötig zu haben, im Grunde unseres Wesens stark zu sein.
(Martin Heidegger: Die Grundbegriffe der Metaphysik. S.224.)

Filme und Jazz.

Ich habe meine Filme eher so gemacht wie zwei, drei Jazzmusiker arbeiten: Man gibt sich ein Thema, man spielt und dann organisiert es sich von selbst.
(Jean-Luc Godard: Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos. S416)

Karlheinz Stockhausen: Engel sind neugierig – aber höflich.

Niemandsrose



Friedrich Nietzsche: Nach guten Liedern soll man lange schweigen.

Everything is a remix



Von der höchsten Gleichförmigkeit.

Im planetarischen Imperialismus des technisch organisierten Menschen erreicht der Subjektivismus des Menschen seine höchste Spitze, von der er sich in der höchsten Ebene der organisierten Gleichförmigkeit niederlassen und dort sich einrichten wird. Die Gleichförmigkeit wird das sicherste Instrument der vollständigen, nämlich technischen Herrschaft über die Erde.
(Martin Heidegger: Holzwege. S.109.)

Joseph Beuys: Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden, sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen.

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