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myArt150406



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dem Nichts stehts entgegen



tote subsTanzen
einer steht
einer liegt
knochen schädel
schädel zähne
tote subsTanzen

tausEnde verletzt
tausEnde tod
hunderte frauen kinder
männer tod alle tod
EineR steht EineR liegt
alle tod

und sie
gruben und gruben
wenn brüder
einAnder töten
sie
graben und graben

er schießt und trifft
und schießt und trifft
knochen schädel zähne
er schneidet und schneidet
aus dem toten leib
organIsches

weiter
und
weiter

herz und leber
leber und herz
und beißt und beißt
und kaut und kaut
und schluckt und ruft
allAH ist groß

und schießt und
schießt und schießt
feind ist feind
tödlicher hass
die spirale dreht
weiter und weiter

der eigentlIche spass
ist doch die lust
anDer kataStrophe
gut schlimm böse
wir sind doch
alle =

unsagbar das sein
un sag bar
ein bild
das uns = sei
wenn brüder
einAnder töten

© wRoo 2014

Bertolt Brecht: Damit auf spielerische Weise das Besondere  herauskommt und kritisiert werden kann, dichtet das Publikum im Geist hinzu. Somit verwandelt sich das Publikum in einen Erzähler. Godard

Wolfsbohne

Wenn du singst.

Doch diese schönen Dinge, die andere gemacht haben, haben die Tendenz den Drang nach Besitz zu wecken, und ich weiß, ich besitze nichts. Schallplattensammlungen, - das ist keine Musik.
Schafft die Platten aus Texas fort und irgenwer wird singen lernen. Ein jeder hat ein Lied, das gar kein Lied ist: es ist ein Vorgang des Singens, und wenn du singst, bist du, wo du bist.
(John Cage: Silence. S. 33f.)

Die Vollendung des Kunstwerks.

Mich beeindruckt der Gedanke Marcel Duchamps, dass ein Kunstwerk nicht vom Künstler sondern vom Zuhörer und Betrachter vollendet wird. Also kann sich das Werk je Betrachter verändern.
(John Cage: Out of the Cage.)

William Shakespeare: Das Leben ist ein Schatten, und der wandert, ein armer Spieler nur, der seine Stunde auf der Bühne auf- und abgeht und sich quält.

Plagipedia



Paul Celan: Lesen Sie! Immerzu lesen, das Verständnis kommt von selbst.

Wissensallmende



Vom Lesen und Schreiben

Von allem Geschriebenen liebe ich nur Das, was Einer mit seinem Blute schreibt. Schreibe mit Blut: und du wirst erfahren, dass Blut Geist ist.
Es ist nicht leicht möglich, fremdes Blut zu verstehen: ich hasse die lesenden Müssiggänger.
Wer den Leser kennt, der thut Nichts mehr für den Leser. Noch ein Jahrhundert Leser – und der Geist selber wird stinken.
Dass Jedermann lesen lernen darf, verdirbt auf die Dauer nicht allein das Schreiben, sondern auch das Denken.
Einst war der Geist Gott, dann wurde er zum Menschen und jetzt wird er gar noch Pöbel.
Wer in Blut und Sprüchen schreibt, der will nicht gelesen, sondern auswendig gelernt werden.
Im Gebirge ist der nächste Weg von Gipfel zu Gipfel: aber dazu musst du lange Beine haben. Sprüche sollen Gipfel sein: und Die, zu denen gesprochen wird, Grosse und Hochwüchsige.
Die Luft dünn und rein, die Gefahr nahe und der Geist voll einer fröhlichen Bosheit: so passt es gut zu einander.
(Friedrich Nietzsche Also sprach Zarathustra. Frankfurt a.M. 1982. S. 43)

Martin Heidegger: Gott - oder wie sie es nennen - ruft jeden mit anderer Stimme. Das Sichbefreien des Daseins geschieht aber je nur, wenn es sich zu sich selbst entschließt.

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