www.zuschauKunst.de

myArt150406



160618,...160515,...160507,...160422,...160227,...151220,...150926,...1500815,...150623,...150515,...150406,...150103,...141212,...141028

gegen-einander-über



tote subsTanzen
einer steht
einer liegt
knochen schädel
schädel zähne
tote subsTanzen

tausEnde verletzt
tausEnde tod
hunderte frauen kinder
männer tod alle tod
EineR steht EineR liegt
alle tod

und sie
gruben und gruben
wenn brüder
einAnder töten
sie
graben und graben

er schießt und trifft
und schießt und trifft
knochen schädel zähne
er schneidet und schneidet
aus dem toten leib
organIsches

weiter
und
weiter

herz und leber
leber und herz
und beißt und beißt
und kaut und kaut
und schluckt und ruft
allAH ist groß

und schießt und
schießt und schießt
feind ist feind
tödlicher hass
die spirale dreht
weiter und weiter

der eigentlIche spass
ist doch die lust
anDer kataStrophe
gut schlimm böse
wir sind doch
alle =

unsagbar das sein
un sag bar
ein bild
das uns = sei
wenn brüder
einAnder töten

© wRoo 2014

Joseph Beuys: Die Kreativität des Menschen ist das wahre Kapital.

Herzzeit

Die Freiheit des Daseins.

Das Sichbefreien des Daseins geschieht aber je nur, wenn es sich zu sich selbst entschließt, d. h. für sich als das Da-sein sich erschließt. Sofern jedoch das Dasein inmitten des Seienden sich befindet, als je dieses Dasein mit dieser seiner Zeit in der Einheit ihrer dreifachen Sicht, kann das Dasein sich nur entschließen, wenn es dieses in eine Spitze zusammennimmt, wenn es sich zum Handeln hier und jetzt in dieser wesentlichen Hinsicht und gewählten wesentlichen Möglichkeit seiner selbst entschließt. Dieses Sichentschließen des Daseins aber zu sich selbst, d. h. dazu, inmitten des Seienden je das Bestimmte zu sein, was zu sein ihm aufgegeben ist, dieses Sichentschließen ist der Augenblick.
Nur im sich Entschließen des Daseins zu sich selbst, im Augenblick, macht es von dem Gebrauch, was es eigentlich ermöglicht, nämlich der Zeit als dem Augenblick selbst. Der Augenblick ist nichts anderes als der Blick der Entschlossenheit, in der sich die volle Situation eines Handelns öffnet und offenhält.
Die Hingezwungenheit des Daseins in die Spitze des eigentlich Ermöglichenden ist das Hingezwungensein durch die bannende Zeit in sie selbst, in ihr eigentliches Wesen, d. h. an den Augenblick als die Grundmöglichkeit der eigentlichen Existenz des Daseins.
(Martin Heidegger: Die Grundbegriffe der Metaphysik. S.223f.)

Wandlungen der Leere.

Jeder Augenblick zeigt, was geschieht. Ich entwickelte die Kompositionsmethode durch das Losen mit Münzen, die im Buch der Wandlungen verwendet wird. Man mag einwenden, dass von diesem Standpunkt aus alles geht.
Tatsächlich geht auch alles, aber nur wenn nichts zur Grundlage genommen wird. In einer völligen Leere kann alles stattfinden. Und unnötig es zu sagen, jeder Klang ist einmalig (kam zufällig vor, während gespielt wurde) und ist nicht informiert über europäische Geschichte und Theorie: Hällt man den Verstand auf die Leere gerichtet, auf den Raum, kann man sehen, es kann alles darin sein, ist tatsächlich darin.
(John Cage: Silence. S. 124f.)

Thomas Bernhard: Ausgerechnet der Mensch ist unmenschlich.

Plagipedia



A. N.: Die größten Errungenschaften haben die Gesellschft, in denen sie auftreten, fast zu Grunde gerichtet.

Bienengleichnis



Betrachtung der Formen.

Im menschlichen Bereich entsteht ästhetische Form wenn Traditionen existieren die stark und beständig wie Berge durch leuchtende Schönheit angenehm gemacht werden. Betrachten wir die Formen die es in den Himmeln gibt lernen wir, die Zeit und ihre sich ändernden Forderungen verstehen. Durch die Betrachtung der Formen, die in der menschlichen Gesellschaft bestehen, wird es möglich, die Welt zu gestalten.
(John Cage: Silence. S. 40f.)

Fernando Pessoa: Ich war lange Zeit hindurch ein anderer.

home wRoo Kontakt & Impressum