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myArt150406



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Komposition der Menschheit



tote subsTanzen
einer steht
einer liegt
knochen schädel
schädel zähne
tote subsTanzen

tausEnde verletzt
tausEnde tod
hunderte frauen kinder
männer tod alle tod
EineR steht EineR liegt
alle tod

und sie
gruben und gruben
wenn brüder
einAnder töten
sie
graben und graben

er schießt und trifft
und schießt und trifft
knochen schädel zähne
er schneidet und schneidet
aus dem toten leib
organIsches

weiter
und
weiter

herz und leber
leber und herz
und beißt und beißt
und kaut und kaut
und schluckt und ruft
allAH ist groß

und schießt und
schießt und schießt
feind ist feind
tödlicher hass
die spirale dreht
weiter und weiter

der eigentlIche spass
ist doch die lust
anDer kataStrophe
gut schlimm böse
wir sind doch
alle =

unsagbar das sein
un sag bar
ein bild
das uns = sei
wenn brüder
einAnder töten

© wRoo 2014

Jean-Luc Godard: Ich versuchte herauszufinden, herauszulösen und wieder zusammenzusetzen.

Sperrtonnensprache

Alles ist daher ein Vergnügen.

Unsere Poesie jetzt
ist die Erkenntnis
daß wir nichts
besitzen
Alles
ist daher
ein Vergnügen
(da wie es ncht be--
sitzen) und
deshalb seinen Ver-
lust nicht fürchten müssen
(John Cage: Silence. S. 9.)

Soziale Plastik.

Meine Objekte müssen als Anregungen zur Umsetzung der Idee des Plastischen verstanden werden. Sie wollen Gedanken darüber provozieren, was Plastik sein kann und wie das Konzept der Plastik auf die unsichtbaren Substanzen ausgedehnt und von jedem verwendet werden kann:

Gedankenformen:
Wie wir unsere Gedanken bilden.
Sprach formen:
Wie wir unsere Gedanken in Worte umgestalten.
Soziale Plastik:
Wie wir die Welt, in der wir leben, formen und gestalten:
Plastik ist ein evolutionörer Prozeß, jeder Mensch ein Künstler. Deswegen ist, was ich plastisch gestalte, nicht festgelegt und vollendet. Die Prozesse setzen sich fort: chemische Reaktionen, Gärungsprozesse, Farbverwandlungen, Fäulnis, Austrocknung. Alles wandelt sich.
(Joseph Beuys: Werkstattgespräch mit Joseph Beuys. Stuttgart 2011. S. 13)

Martin Heidegger: Nur ein Gott kann uns helfen.

Kleinewiges



John Cage: Jeder Augenblick ist absolut, lebendig und bedeutsam.

lauter Wörter und kein einziges Wort



Das Gedicht verweilt und verhofft.

Dichtung: das kann eine Atemwende bedeuten. Wer weiß, vielleicht legt die Dichtung den Weg - auch den Weg der Kunst - um einer solchen Atemwende willen zurück?
Das Gedicht verweilt oder verhofft – ein auf die Kreatur zu beziehendes Wort – bei solchen Gedanken.
Niemand kann sagen, wie lange die Atempause – das Verhoffen und der Gedanke – noch fortwährt. Das " Geschwinde" , das schon immer "draußen" war, hat an Geschwindigkeit gewonnen; das Gedicht weiß das; aber es hält unentwegt auf jenes "Andere" zu, das es sich als erreichbar, als freizusetzen, als vakant vielleicht, und dabei ihm, dem Gedicht – sagen wir: zugewandt denkt.
Sind diese Wege nun Umwege, Umwege von dir zu dir? Aber es sind ja zugleich auch, unter wie vielen anderen Wegen, Wege, auf denen die Sprache stimmhaft wird, es sind Begegnungen, Wege einer Stimme zu einem wahrnehmenden Du, kreatürliche Wege, Daseinsentwürfe vielleicht. (Paul Celan: Büchner-Preis-Rede.)

Martin Heidegger: Bilde Dichter, rede nicht.

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