www.zuschauKunst.de

myArt 151220



161106,...160923,...160618,...160515,...160507,...160422,...160227,...151220,...150926,...1500815,...150623,...150515,...150406,...150103,...141212,...141028

Pallaksch



Der vergangene Sommer
war schön,
sehr schön.
So gegenwärtig
trotz Allem.

Unsere Tage
in Venedig,
der Spaziergang
am Strand.
Ein langes Jahr,
so kurz.

Ich habe Sehnsucht
nach Paris.
Sehnsucht nach
unseren Märchen,
Sehnsucht
nach Dir.

Wie weit oder
wie nah
bist Du mir?
Bin ich Dir?
Ich habe Angst
um Dich.

Schweigen
und wieder
Nicht-Schweigen

Will die Steine
von Deiner Brust
schieben.
Soll ich
ein Schiff bauen.

Leise Worte
in die Ferne
gesprochen
aus einem
widerspruchsvollen
Herzen.

Ob du sie hörst?
Oder nicht hörst,
nicht hören willst.
Ich will
nicht zu viel sagen.

Heute
sage
ich Dir:
Du bist mir
Wüste
und
Meer.

© wRoo 2015


Jean-Luc Godard: Was mir Spass macht, ist, zwei Bilder so zusammenzustellen, dass daraus sich was drittes ergibt, nicht ein Bild, sondern das, was man mit zweien gemacht hat.

Fohes Fest

Dichtermut

Sind denn dir nicht verwandt alle Lebendigen,
Nährt die Parze denn nicht selber im Dienste dich?
Drum, so wandle nur wehrlos
Fort durchs Leben, und fürchte nichts!
Was geschiehet, es sei alles gesegnet dir.
(Hölderlin: Dichtermut)


 

Die Oper und das Nichts.

Ich denke, es war und ist schwierig, eine Oper zu schreiben, die eine Einheit in sich bildet. (...) Es sind weniger die Stränge zwischen den verschiedenen Elementen, als vielmehr das Nichts dazwischen, das der Oper Existenz verleiht.
(John Cage: Out of the Cage.)

Fernando Pessoa: Ich bin sehr gesellig auf eine äußerst negative Weise.

Herzzeit 2.0

Jeder Text ist immer hier und jetzt geschrieben.

Die Abwesenheit des Autors (man könnte hier mit Brecht von einer wirklichen ‚Distanzierung’ sprechen: der Autor wird zu einer Nebenfigur der literarischen Bühne reduziert) ist nicht nur ein historisches Faktum oder ein Schreibakt, sondern verwandelt den modernen Text von Grund auf. Mit anderen Worten: Der Text wird von nun an so gemacht und gelesen, dass der Autor in jeder Hinsicht verschwindet. Zunächst einmal verändert sich die Zeit. Der Autor – wenn man denn an ihn glaubt – wird immer als die Vergangenheit seines eigenen Buches verstanden. Buch und Autor stellen sich in ein und dieselbe Reihe, unterschieden durch ein Vorher und Nachher. Der Autor ernährt vermeintlich das Buch, das heißt, er existiert vorher, denkt, leidet, lebt für sein Buch. Er geht seinem Werk zeitlich voraus wie ein Vater seinem Kind. Hingegen wird der moderne Schreiber im selben Moment wie sein Text geboren. Er hat überhaupt keine Existenz, die seinem Schreiben vorausginge oder es überstiege; er ist in keiner Hinsicht das Subjekt, dessen Prädikat sein Buch wäre. Es gibt nur die Zeit der Äußerung, und jeder Text ist immer hier und jetzt geschrieben.
(Roland Barthes: Der Tod des Autors.)

Komposition der Menschheit



John Cage: Ich bin hier und es gibt nichts zu sagen.

 Vögelei, Schmeichelei, Erfolg, Geld
alles,was ich tue, ist: am Daumen nuckeln.
(Ikkyû Sôjun)

home wRoo Kontakt & Impressum