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myArt 151220



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Massive Volume Reduction



Der vergangene Sommer
war schön,
sehr schön.
So gegenwärtig
trotz Allem.

Unsere Tage
in Venedig,
der Spaziergang
am Strand.
Ein langes Jahr,
so kurz.

Ich habe Sehnsucht
nach Paris.
Sehnsucht nach
unseren Märchen,
Sehnsucht
nach Dir.

Wie weit oder
wie nah
bist Du mir?
Bin ich Dir?
Ich habe Angst
um Dich.

Schweigen
und wieder
Nicht-Schweigen

Will die Steine
von Deiner Brust
schieben.
Soll ich
ein Schiff bauen.

Leise Worte
in die Ferne
gesprochen
aus einem
widerspruchsvollen
Herzen.

Ob du sie hörst?
Oder nicht hörst,
nicht hören willst.
Ich will
nicht zu viel sagen.

Heute
sage
ich Dir:
Du bist mir
Wüste
und
Meer.

© wRoo 2015


Peter Sloterdijk: Bei Licht betrachtet macht unsere Welt ja immernoch einen ziemlich zusammengewürfelten, improvisierten Eindruck.

Fohes Fest

Stimmungen als Grundart.

Die Stimmungen sind keine Begleiterscheinungen, sondern solches,was im vorhinein gerade das Miteinandersein bestimmt. Es scheint so, als sei gleichsam je eine Stimmung schon da, wie eine Atmosphäre,, in die wir je erst ,eintauchten und von der wir dann durchstimmt würden.
Es gilt zu sehen und zu sagen, was da geschieht.
Es zeigt sich: Stimmungen sind nicht etwas, das nur vorhanden ist, sondern sie selbst sind gerade eine Grundart und Grundweise des Seins, und zwar des Da-seins, und darin liegt umnittelbar immer: des Miteinanderseins. Sie sind Weisen des Da-seins und damit solche des Weg-seins.
Sie ist positiv eine Grundart, die Grundweise, wie das Dasein als Dasein ist. Weil die Stimmung das ursprüngliche Wie ist, in dem jedes Dasein ist, wie es ist, ist sie nicht das Unbeständigste, sondern das, was dem Dasein von Grund auf Bestand und Möglichkeit gibt.
(Martin Heidegger: Die Grundbegriffe der Metaphysik. S.100f.)

 

Geliebter alter Zauberer.

Ich werde Zeuge eines einzigartigen physiologischen Phänomens: John Slade, wie er die Welt wahrnimmt und sie transformiert, sie herein- und auseinandernimmt, ihre Elemente, noch während er sie speichert, neu zusammenfügt, um zu irgendeinem nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt ein organisches Wunder hervorzubringen, eine Fusion von Bild und Musik, eine Verszeile. (...)
Mein grauhaariger Freund, mein geliebter Zauberer, legte einen Packen Karteikarten in seinen Hut - und schüttelte ein Gedicht daraus hervor.
(Vladimr Nabokov: Fahles Feuer. S. 33.)

 Novalis: Unser Leben ist kein Traum - aber es soll und wird vielleicht einer werden.

Herzzeit 2.0

Überm Gebirg

Auf dem Stein bin ich gelegen, damals, du weißt, und mein Stock, der hat gesprochen, hat gesprochen zum Stein, und mein Stock, der schweigt jetzt still, und der Stein, sagst du, der kann sprechen, und in meinem Aug, da hängt der Schleier, der bewegliche, da hängen die Schleier, die beweglichen, da hast du den einen gelüpft, und da hängt schon der zweite, und der Stern - denn ja, der steht jetzt überm Gebirg -
(Paul Celan: Gespräch im Gebirg)

Die Werke der Alten



 Paul Celan: Zwei Menschen sind in mir, einer versteht den anderen nicht.



Alle zusammengesetzten Dinge sind wie ein Traum,
ein Phantom, ein Tautropfen, ein Blitz.
So meditiert man über sie,
so betrachtet man sie.
(Das Diamantsutra)

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