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myArt 151220



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Komposition der Menschheit



Der vergangene Sommer
war schön,
sehr schön.
So gegenwärtig
trotz Allem.

Unsere Tage
in Venedig,
der Spaziergang
am Strand.
Ein langes Jahr,
so kurz.

Ich habe Sehnsucht
nach Paris.
Sehnsucht nach
unseren Märchen,
Sehnsucht
nach Dir.

Wie weit oder
wie nah
bist Du mir?
Bin ich Dir?
Ich habe Angst
um Dich.

Schweigen
und wieder
Nicht-Schweigen

Will die Steine
von Deiner Brust
schieben.
Soll ich
ein Schiff bauen.

Leise Worte
in die Ferne
gesprochen
aus einem
widerspruchsvollen
Herzen.

Ob du sie hörst?
Oder nicht hörst,
nicht hören willst.
Ich will
nicht zu viel sagen.

Heute
sage
ich Dir:
Du bist mir
Wüste
und
Meer.

© wRoo 2015


Joseph Beuys: Die Kreativität des Menschen ist das wahre Kapital.

Bomben für den Frieden

Dionysisch vs. Apollonisch.

Mit dem Wort "dionysisch" ist ausgedrückt: ein Drang zur Einheit, ein Hinausgreifen über Person, Alltag, Gesellschaft, Realität, über den Abgrund des Vergehens: das leidensdlaftlich-schmerzliche Überschwellen in dunklere, vollere, schwebendere Zustände; ein verzücktes Jasagen zum Gesammt-Charakter des Lebens, als dem in allem Wechsel Gleichen, Gleich-Mächtigen, Gleich-Seligen; die grosse pantheistische Mitfreudigkeit und Mitleidigkeit, welche auch die furchtbarsten und fragwürdigsten Eigenschaften des Lebens gutheisst und heiligt; der ewige Wille zur Zeugung, zur Fruchtbarkeit, zur Wiederkehr; das Einheitsgefühl der Nothwendigkeit des Schaffens und Vernichtens.
Mit dem "appolonisch" ist ausgedrückt: der Drang zum, vollkommenen Für-sich-sein, zum typischen "Individuum", zu Allem was vereinfacht, heraushebt, stark, deutlich, unzweideutig, typisch macht: die Freiheit unter dem Gesetz.
An den Antagonismus dieser beiden Natur-Kunstgewalten ist die Fortentwicklung der Kunst ebenso nothwendig geknüpft, als die Fortentwicklung der Menschheit an den Antagonismen der Geschlechter. Die Fülle der Macht und die Mässigung, die höchste Form der Selbstbejahung in einer kühlen, vornehmen, spröden Schönheit: Der Apollonismus des hellenischen Willens.
(Martin Heidegger: Die Grundbegriffe der Metaphysik. S.109f.)

 

Grause Zufälle.

»Wahrlich, meine Freunde, ich wandle unter den Menschen wie unter den Bruchstücken und Gliedmaßen von Menschen!
Dies ist meinem Auge das Fürchterliche, daß ich den Menschen zertrümmert finde und zerstreuet wie über ein Schlacht- und Schlächterfeld hin.
Und flüchtet mein Auge vom Jetzt zum Ehemals: es findet immer das Gleiche: Bruchstücke und Gliedmaßen und grause Zufälle – aber keine Menschen!
(Friedrich Nietzsche Also sprach Zarathustra. Frankfurt a.M. 1982. S. 141f.)


Eli, Eli, lama asabthani? das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? (Mt, 27, 46)

Herzzeit 2.0

Die Tiefe eines Werkes.

Die wahren großen Bücher sind nicht die Kinder des hellen Tags, sondern die der Dunkelheit. Und da die Kunst das Leben genau nachbaut, wird um die Wahrheiten, die man im Leben in seinem Innern gespeichert hat, immer eine Atmosphäre von Poesie wehen, die Süße eines Geheimnisses, die nur die Spur des Halbdunkels ist, das wir durchqueren mussten, der Hinweis auf die Tiefe eines Werkes, die mit der Genauigkeit eines Höhenmessers angegeben ist.
(Marcel Proust.)

Bienengleichnis



Thomas Bernhard: Kunst ist die Krankheit, mit der wir leben.

Denn in der Stille, ohne willentliches Tun, gibt es nur die direkte Erfahrung.
(Dogen: Bendowa)

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