www.zuschauKunst.de

[Shunryu Suzuki] mashUp


Alltagserfahrungen



Was soll er tun?

«Nehmet an, ein Mann sei hoch auf einen Baum geklettert und hielte sich lediglich mit seinen Zähnen an einem Zweige fest, während sein Körper frei in der Luft schwebt. Seine Hände haben rund umher keinerlei Griff, und seine Füße hängen hoch über dem Erdboden. Nun kommt ein anderer Mann des Weges und fragt den Mann in der Baumkrone nach der Grundlehre des Buddhismus. Antwortet der Mann im Baum nicht, so ist das eine Mißachtung des Fragestellers, versucht er aber zu antworten, so wird er sein Leben verlieren; wie kommt er aus seiner Verlegenheit?»
(Kyogen)

 Beim Zazen versuchen wir nicht, das Denken anzuhalten oder das Hören und Sehen abzuschneiden. Wenn etwas in eurem Geist erscheint, laßt es zu. Wenn ihr etwas hört, hört es und nehmt es einfach an.
(Shunryu Suzuki)

Zen - The Life Of Zen Master Dogen

<

Freut Euch des Lebens.

Jeden Atemzug zu zählen, heißt, mit unserem ganzen Geist und Körper zu atmen. Wir zählen jede Zahl mit der Kraft des gesamten Universums. Wenn ihr das Zählen der Atemzöge wirklich erfahrt, werdet ihr zugleich tiefe Dankbarkeit erfahren, mehr, als wärt ihr auf dem Mond angekommen. Ihr seid nicht mehr so interessiert an etwas, nur weil alle es für groß halten, und ihr seid auch nicht gleichgültig gegenüber etwas, weil es gewöhnlich als klein angesehen wird.
Ihr mögt trotzdem noch daran interessiert sein, neue Erfahrungen zu machen - so, wie ein Baby es ist. Ein Baby hat dieselbe grundsätzlich interessierte Einstellung gegenüber den Dingen. Wenn ihr es beobachtet, seht ihr, daß es sich ständig seines Lebens freut. Wir Erwachsene verheddern uns dagegen ständig in unsere Vorurteile. Wir sind nicht völlig frei von der objektiven Welt, weil wir nicht eins sind mit der objektiven Welt.
Die Dinge verändern sich. Für den gewöhnlichen Menschen ist das ziemlich entmutigend. Man kann sich auf nichts verlassen. Man kann nichts besitzen. Und man bekommtzu sehen, was man eigentlich nicht sehen will. Du wirst jemandem begegnen, den du nicht magst. Wenn du etwas tun willst, kann es sein, daß es dir nicht möglich ist. Also wirst du über den Lauf der Dinge enttäuscht sein. Doch als Buddhist ist die Basis deines Lebens etwas anderes. »Daß die Dinge sich ändern«, ist der Grund, warum du in dieser Welt leidest und enttäuscht wirst. Doch wenn du deine Sicht und deine Lebensweise änderst, dann kannst du dein neues Leben in jedem Augenblick vollkommen genießen. Die Vergängiichkeit der Dinge ist der Grund, warum du dich deines Lebens freust. Wenn ihr auf diese Weise übt, dann wird euer Leben stabil und sinnvoll. Es geht also darum, die eigene Sicht des Lebens zu verändern und mit dem rechten Verständnis zu üben.
(Shunryu Suzuki: Seid wie reine Seide und scharfer Stahl.)

Was ist die Zeit?





Was der Tathagata ein Selbst nennt, hat seinem Wesen nach kein Selbst in dem Sinne, in dem gewöhnliche Menschen denken, dass es ein Selbst gebe.
(Das Diamantsutra)

Jean-Luc Godard: Jede Geschichte hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende, aber nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.

home wRoo Kontakt & Impressum