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[Shunryu Suzuki] mashUp


Hier und Jetzt



Letztlich ist dies alles sinnlos.

Wer glaubt, Buddhaschaft allein dadurch erlangen zu können, dass der Mund tausende und abertausende Male dasselbe rezitiert, ist wie jemand, der hofft, mit einem nach Norden fahrenden Wagen in das südliche Land Etsu zu kommen, oder meint, dass er einen viereckigen Dübel in ein rundes Loch einführen kann. Wenn jemand nur Sätze rezitiert und keine Klarheit über den Weg der Praxis hat, ist es dasselbe, wie wenn jemand Medizin studiert, aber vergessen hat, wie man die Arznei anwendet. Welchen Nutzen hätte dies? Jene, die endlos rezitieren, sind wie Frösche, die im Frühling im Reisfeld sitzen und von früh bis spät quaken. Letztlich ist dies alles sinnlos. Noch schwerer, sich von diesem Irrtum zu befreien, ist es für die Menschen, wenn sie an Ruhm und Gewinn haften. Weil der nach Profit jagende Geist so tief in den Menschen verwurzelt ist, gab es ihn schon von jeher. Wie könnte dieser Geist heute nicht vorhanden sein? Es ist bedauerlich.
(Dogen Zenji: Shobogenzo. Bendowa. Ein Gespräch über die Praxis des Zazen.)

 Es ist wichtig, daß du deinen Geist säuberst, bevor du ihn studierst.
(Shunryu Suzuki)

Zen - The Life Of Zen Master Dogen

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Welt der Leere

Shikantaza üben heißt die Leere üben oder verwirklichen. Auch wenn ihr vermittels eures Denkens zu einem annähernden Verständnis von der Leere gelangen könnt, solltet ihr sie durch eure Erfahrung begreifen. Ihr habt eine Vorstellung von der Leere und eine Vorstellung vom Sein, und ihr glaubt, daß Leere und Sein das Gegenteil voneinander sind. Aber im Buddhismus sind beide Vorstellungen Vorstellungen vom Sein. Die Leere, die wir meinen, hat nichts mit der Vorstellung zu tun, die ihr haben mögt. Ihr könnt mit eurem Denken oder eurem Fühlen nicht zu einem vollen Verständnis der Leere gelangen. Darum üben wir Zazen.
Neben der Welt, die wir beschreiben können, gibt es noch eine andere Art von Welt. Alle Beschreibungen der Wirklichkeit sind begrenzte Ausdrucksformen der Welt der Leere. Und doch halten wir an den Beschreibungen fest und halten sie für die Wirklichkeit. Das ist ein Fehler, denn das, was beschrieben wird, ist nicht die tatsächliche Wirklichkeit, und wenn du es für die Wirklichkeit hältst, dann hat das mit deiner eigenen Vorstellung zu tun. Es ist eine Vorstellung des Ich.
(Shunryu Suzuki: Seid wie reine Seide und scharfer Stahl.)

Shikatanza





Wer nach mir in der Form sucht
oder mich im Klang sucht,
ist auf einem falschen Weg
und kann den Tathagata nicht sehen.
(Das Diamantsutra)

Novalis: Der Dichter betet den Zufall an.

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